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Junge Lehrerin aus dem Libanonn

Heute ist unsere jüngste Lehrerin aktiv, die 14-jährige Nemen aus Libanon unterrichtet Englisch.

Guten Morgen, unser Team von Kara Tepe hat bereits viele öffentliche Räume in der Nähe von Lidl und der Hauptstraße gereinigt. Und wir erhielten einige neue Werkzeuge und markierten sie, um unsere Dienstleistungen zu verbessern. Dies tun wir jeden Tag für unsere Gemeinde und auch um die ganze Gegend sauber zu halten. Wir alle sind Flüchtlinge, wir sind voll und ganz selbstorganisiert und schaffen es auch in diesen sehr schlimmen Umständen, in denen wir gezwungen sind, zu leben.

Heute Morgen brachten die Flüchtlinge leere Flaschen zu unseren Recyclingstellen.

Auch heute haben wir weiter Kleidung und andere Bedürfnisse nach den erhaltenen Anforderungen verteilt. Wir sind immer noch mit Green Zone beschäftigt, aber jeden Tag erreichen wir etwa 80 neue Menschen.

Gestern gab es Shampoo und andere hygienische Artikel, die wir aus Deutschland erhalten haben. Und wieder gingen fast 15.000 leere Flaschen an Recyclingfirma.

Vor genau einem Jahr haben wir die erste Masken-Nähfabrik in unserem alten Academia-Gebäude eröffnet. Damals berichteten viele Medien und es war der Start der selbstorganisierten Flüchtlingsorganisationen im Lager Moria, unser Schicksal in die Hand zu nehmen und Corona zu bekämpfen.

Die Bedingungen waren außer Kontrolle, und so wussten wir, dass wir etwas alleine tun mussten,“ sagt Deen Mohammad Alizadah, ursprünglich aus Afghanistan.

Alizadah ist einer der Flüchtlinge, die zusammengekommen sind, um ein Bewusstseinsteam zu schaffen.

Die Mitglieder des Teams sind aus vielfältiger Bevölkerung die aus Ländern wie Syrien, Afghanistan, Eritrea und der Kongo-Region kamen. Das ist gut und jeder gibt die Schutzratschläge in den ganzen Gruppen weiter. Das Team ist bereits auf 50 Personen angewachsen und wachsen Täglich. Wir nehmen alles sehr ernst. Megaphone werden verteilt, um die Bedeutung von Hygiene und Waschen zu verbreiten.“

Die Zeit vergeht so schnell. Jetzt ist es ein Jahr her, wir haben unsere Arbeit begonnen, damals haben wir die Bewusstseins Kampagne gegen Corona im Camp begonnen und begangen die Nähfabrik zusammen mit Stand by me Lesvos.

Wieder ist Lesbos in tiefrot, weil sich Corona verbreitet. Sie haben eine neue Ausgangssperre eingeführt. Gestern haben wir im Camp, das wir aus Deutschland erhalten haben, einige neue Masken verteilt und wir haben den Menschen gesagt, dass sie sehr vorsichtig sein sollen.

Wer das am Samstag durchgeführte Online-Seminar über ′′ Die Flüchtlingskrise in Lesbos ′′ verpasst hat, kann es sich gerne hier ansehen https://youtu.be/YXvbtQlD7QI

Wir haben anlässlich des Internationalen Frauentag zur Psychosoziale Unterstützung für die Frauen des Kara Tepe ein neues psychosoziales Unterstützungsprogramm gestartet. Das Projekt „Doust“ – was „Freund auf Farsi“ bedeutet – besteht aus wöchentlichen Sitzungen, in denen Frauen zusammenkommen, um ihre Erfahrungen an einem sicheren Ort und in einer einladenden Atmosphäre außerhalb des Lagers auszutauschen. Diejenigen, die eine individuelle Sitzung benötigen, werden per Video kontaktiert, um privat mit Beratern im Ausland und für Notfälle zu sprechen. Frauen können an örtliche psychiatrische Fachkräfte überwiesen werden. In Lagern lebende Flüchtlings- und Migrantinnen erleiden mehrere geschlechtsspezifische Traumata – einschließlich häuslicher Gewalt, Vergewaltigung, Menschenhandel und sexuellem Missbrauch. „Wir glauben, dass diese Therapien zusammen Flüchtlingsfrauen helfen werden, mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angstzuständen und PTBS (posttraumatische Belastungsstörung) umzugehen, die während schrecklicher Erfahrungen in ihren Heimatländern durch Migrationsreisen entstehen.

Thomas Osten Sacken

„Als besonders anfällig für Geschäfte mit kriminell erworbenem Schwarzgeld gilt in Deutschland die Immobilienbranche. Das Mitglied eines kriminellen Clans kauft eine Immobilie – und bezahlt die Riesensumme in bar.

Zwar soll der Notar, der den Kauf besiegelt, eigentlich auf Verdacht von Geldwäsche prüfen. Doch dafür genügt es, wenn sich Käufer und Verkäufer korrekt ausweisen können.

Auch die Handwerker, die die Immobilie dann vielleicht noch prächtig renovieren, werden bar bezahlt. Am Ende wird die Immobilie einfach mit gutem Gewinn weiterverkauft – jetzt natürlich nicht in bar, sondern schön per Banküberweisung. Prompt ist das Geld gewaschen und legal. Und sollte mal ein Drogen- oder Steuerfahnder nachfragen, woher das Geld denn stammt: na klar, aus einem Hausverkauf.“

Schöne neue Welt. Arbeiten bis zum Umfallen, keine Betriebsräte erwünscht, totale Überwachung, aber alles für einen guten Zweck:

Exklusives Interview mit Amazons CEO Jeff Bezos:

„Amazons Ziel war stets, Menschen auf der ganzen Welt glücklich zu machen, doch jetzt wollen wir sie nicht nur glücklich machen, sondern wir wollen ihnen auch helfen. Wir wollen, dass jeder Einzelne sich seine Träume und Wünsche auch leisten kann.“

Bezos fährt fort:

„Unsere neueste Plattform, Bitcoin Prime, wird den Menschen dabei helfen, SCHNELL reicher zu werden. Statt dass Sie für jeden Cent arbeiten, lassen wir das Geld FÜR SIE arbeiten!“

Solidarität International (SI) Emscher-Lippe

Liebe Shirin, liebe Frauen in Kara Tepe,

von Solidarität International senden wir euch herzliche und solidarische Grüße zum Internationalen Frauentag 2021.

Seit 110 Jahren wird der Internationale Frauentag am 8. März auf der ganzen Welt begangen, als Kampftag für die Rechte der Frauen, für Frieden, für höhere Löhne, gegen Gewalt an Frauen, für echte Gleichberechtigung, gegen die Zerstörung der Umwelt und für befreite Gesellschaften ohne Ausbeutung und Unterdrückung, und viele kämpfen dabei auch für den Sozialismus.

Die täglichen Berichte, die wir von euch bekommen, wie ihr Essensverteilung, Sauberkeit, Bildung für die Kinder usw. organisiert, zeugen von eurem Mut und eurer Entschlossenheit, die Zustände nicht hinzunehmen, für eine lebenswerte Zukunft.

Dafür habt ihr unsere volle Solidarität und wir fühlen uns eng verbunden mit eurem Kampf um das Leben im Camp.

Mit herzlichen und solidarischen Grüßen,

Marlies Schumann

Sprecherin von Solidarität International Emscher-Lippe

Shirin antwortet

Thank you for your really nice message
Vielen Dank für Ihre wirklich nette Nachricht