Kategorie: Berichte aus den Orten

  • Das Friedens-Einhorn von Schwäbisch Gmünd …

    Das Friedens-Einhorn von Schwäbisch Gmünd …

    … und weitere 32 Bücher beim Büchersalon – „Krieg und Frieden“ im Rahmen der ökumenischen Friedensdekade

    Im Rahmen der ökumenischen Friedensdekade fand Mitte November im Kapitelhaus am Münsterplatz der erste Gmünder Büchersalon unter der Moderation von Jessica Heiss von der Seelsorgeeinheit Schwäbisch Gmünd-Mitte. statt. Thema waren Bücher zu Faschismus, Krieg und Frieden, aber nicht nur. Auch Weihnachten und überhaupt „Glück“ waren Renate Radmacher von Solidarität International e.V. (SI) Ostalb wichtig.

    Was ist ein Büchersalon? Radmacher: „Es gibt ja diese Autosalons, da kann man Autos bestaunen und gleich kaufen. Wir machen das mit guten Büchern ebenso.“

    Der Abend war eingeteilt in mehrere Blöcke. Zunächst gab es Bücher zu Krieg, Faschismus und den Widerstand dagegen. Unter anderem wurden Bücher mit regionalem Bezug vorgestellt. Zum Beispiel über Georg Elser, Arbeiter aus Königsbronn, der ein missglücktes Attentat auf Hitler mit dem Leben büßte.

    Lokalen Bezug nahmen Wolfgang Schlupp-Haug unter anderem mit dem Buch von Volker Nick, „Die Kampagne Ziviler Ungehorsam bis zur Abrüstung“ und Dr. Helmut Zehender mit Bildbänden zu Kriegsreportern. Beide sind von der Pressehütte.

    In einem zweiten Block stellte Renate Radmacher Bücher zu Israel und dem Nahostkonflikt vor. Hier fanden sich Bücher von Daniel Speck oder von Michelle Cohen, „Der Junge, der vom Frieden träumte“.

    Trotz der wahrhaft schweren Themen, schaffte es Radmacher mit Leichtigkeit und Humor den Zuhörern diese Bücher näher zu bringen. Im dritten Block mit Büchern zu Weihnachten und Glück hatte schon die Auswahl eine gewisse humoristische Seite. Da fand sich etwa „Die Verkrempelung der Welt“ von Gabriel Yoran oder „Der Rikschafahrer, der das Glück verschenkt“. Insgesamt stellte Renate Radmacher über zwanzig Bücher vor, mit kurzen Skizzen zu Inhalten und Besonderheiten. Die Zuhörer dankten es mit anhaltender, gespannter Aufmerksamkeit.

    Ein Höhepunkt des Abends war die Vorstellung des Projektes „Das Friedens-Einhorn von Schwäbisch Gmünd – Ein Märchen zum Frieden stiften.“ Idee und Text zu diesem Kinderbuch stammen von Bernhard Bormann, die Illustration hat Marion Zander beigesteuert. Herausgegeben wird das Buch von Pax Christi Ostalb – Schwäbisch Gmünd. Es wird Ende November erscheinen, kostet 7 Euro und der Verkaufserlös geht direkt an die Gaza Nothilfe von medico international.

    Geschmückt war der Abend mit dem Frieda-Kahlo-Sofa von Marion Zander und Kerim Akin von der Lederwerkstatt in Bargau. Und natürlich gab es Fingerfood, hergestellt von den Mitgliedern von Solidarität Internationale.V. (SI) in Schwäbisch Gmünd.

    Die Bücherliste des Abends kann hier heruntergeladen werden. SI empfiehlt eine Bestellung bei der SI-Mitgliedsorganisation Mediengruppe Neuer Weg GmbH.

  • SI Schwäbisch Hall solidarisch mit Gabi Fechtner

    SI Schwäbisch Hall solidarisch mit Gabi Fechtner

    Auf der Jhreshauptversammlung von SI Schwäbisch Hall wurde eine Protesterklärung an die indische Botschaft verabschiedet.

    Das indische Innenministerium verweigert gabi Fechtner, Parteivorsitzende der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) die Einreise zur Internationalen Automobilarbeiterkonferenz in Pune, Indien und empfiehlt den Konerenzorganisatoren, sie nicht einzuladen.

  • Eine Reise nach Peru – Veranstaltung in Schwäbisch Hall

    Eine Reise nach Peru – Veranstaltung in Schwäbisch Hall

    „Sehr gut gelungen“, „sehr interessant“ waren u.a. die Kommentare der Besucher, die sich am Schluss bedankt haben.

    Eine blieb noch ein bisschen sitzen und unterschrieb ihren Aufnahmeantrag: „Aber ich bin schon in so vielen Sachen ehrenamtlich tätig, ich kann nichts machen – ja vielleicht mal einen Kuchen backen“. Ein weiterer Besucher versprach, es daheim auszufüllen. Eine war bei der Vorführung der Spendengala für Gaza im ABZ Stuttgart Mitglied geworden und stellte jetzt gleich ein Foto vom Vortrag auf Istagram. 28 Besucher waren da, viel mehr hatten zugesagt, kamen aber aus verschiedenen Gründen nicht.

    Die schöne Tischdeko mit Bäumchen, Pilzen, Alpakas trug auch zur anregenden Atmosphäre bei.

    Durch den Verkauf von Kartoffelsuppe, Getränken, Tischdeko und durch Spenden können wir jetzt 464,71 Euro an unsere Partnerorganisation Canto Vivo schicken. Das hilft ihnen bei ihren Projekten El bosque des solidaridad (Wald der Solidarität) und Huertos Solidarios (Solidarische Gärten). Sechs Besucher haben speziell für die Finanzierung eines Bäumchens einschließlich Mittagessen und Transport je 15 Euro bezahlt. (Das ist auch ein sinnvolles Geschenk. Wer eines kaufen oder verschenken will, wendet sich an Waltraut.Bleher@t-online.de. Dann bekommt man ein Foto aus Peru mit Kind, Bäumchen und Plakat mit deinem Namen oder dem des Beschenkten)

    Der Vortrag beschäftigte sich mit Peru, den Projekten von Canto Vivo und hatte auch einen touristischen Teil, der bei so einer Reise nicht fehlen darf (Lima, Cusco, Machu Picchu).

    Viele Besucher fanden interessant, dass die Peruaner stolz auf ihre Geschichte sind: die hochstehende Inkakultur und der Befreiungskampf gegen die Kolonialmacht Spanien, der bereits 1824 die Unabhängigkeit gebracht hat. Heute befindet sich Peru im Zangengriff von USA; China und EU, alle wollen an die Rohstoffe. Ein großer Teil der Bevölkerung ist arm. 70% der Arbeitenden leben von „informeller Arbeit“, als Tagelöhner oder Straßenverkäufer – ohne Arbeitsvertrag.

    Der Vortrag zeigt, wie herzlich wir aufgenommen wurden, betreut wurden und alles gut organisiert war. Wir besuchten den Wald der Solidarität (3800 m hoch), der in der Regenzeit ab November weiter aufgeforstet wird. Und wir nahmen an Pflanzaktionen in Schulen teil, die begleitet waren von vielen Reden, Musik und Tanz, richtige Schulfeste, weil wir da waren.

    Davon können wir noch was lernen: In Huancayo gab es ein Treffen mit 15 Mitgliedern von Canto Vivo, vor allem Lehrerinnen und Lehrer. Nach der gegenseitigen Vorstellung dauerte es nicht lange, da zog eine Kollegin ihr Handy heraus, und es wurde zur Musik gesungen und getanzt. Wir natürlich mitten drin.

    Eine unvergessliche Reise. Schade, dass sie so schnell zu Ende ging.

    Willi, SHA

  • Umweltkampftag Esslingen

    Redebeitrag von Solidarität International Esslingen zum Umweltkampftag am 15.11. in Esslingen:

    Die Kundgebung war sehr lebendig und vom Internationalistischen Bündnis angemeldet. So waren verschiedene Organisationen wie FÜR Esslingen und die Umweltgewerkschaft ebenfalls beteiligt. Es gab ein offenes Mikrofon und es konnten neue Mitstreiterinnen für die Gaza-Solidarität gewonnen werden!

    Solidarität International ist eine Solidaritäts- und Hilfsorganisation. Wir unterstützen viele Projekte auf der ganzen Welt mit unseren vielfältigen Spendensammlungen. Die Projekte werden vor Ort initiiert und wir arbeiten mit unseren Partnern auf Augenhöhe zusammen und tauschen uns aus.

    Die sich entwickelnde globale Umweltkatastrophe ist in vielen Regionen der Welt die Ursache dafür, dass Menschen aus ihrer Heimat flüchten. Eine Studie von Greenpeace kommt zu dem Schluss, dass die Klimakrise Konflikttreiber ist: „Überschwemmungen, Hitze und Wasserknappheit verschärfen bestehende Konflikte – besonders in fragilen Staaten wie Subsahara-Afrika, Bangladesch oder Myanmar. In Europa verlieren Menschen durch Extremwetterereignisse wie Sturzfluten in Valencia oder Überschwemmungen in Süddeutschland ihr Zuhause.“

    Solidarität International ist konsequent solidarisch mit Geflüchteten und fordert: Fluchtursachen bekämpfen und nicht Geflüchtete! Anstatt sich um wirklich drängende Probleme der Menschheit zu kümmern findet auch in Deutschland ein Rollback der fossilen Energien statt, eigeleitet durch die Bundesregierung unter Scholz und weiter vorangetrieben durch die Regierung Merz. Merz versucht dreist uns zu spalten indem er von „Problemen im Stadtbild“ spricht. Diese Wortwahl ist ungeheuerlich und er greift damit unsere Nachbarn, Freunde, Mitschüler und Kollegen an!

    Ebenso ist die jetzige und die letzte Bundesregierung mitverantwortlich für den Völkermord in Gaza der auch mit deutschen Waffen begangen wurde. Dabei werden nicht nur getötete Palästinenser in Kauf genommen: Krieg ist das größte Umweltverbrechen überhaupt! Das geht uns alle an! Deshalb haben wir von Solidarität International zusammen mit der ICOR und der Al-Awda Health Organisation und Einzelpersonen die jetzige und die letzte Bundesregierung angeklagt: „wegen des dringenden Verdachts der Beihilfe zu Kriegsverbrechen gegen geschützte Personen und Kriegsverbrechen gegen humanitäre Operationen und Embleme(§§ 8 und 10 des Völkerstrafgesetzbuchs)“.

    Wir sind der Meinung, wir dürfen uns nicht spalten lassen: nur gemeinsam können wir was bewegen. Die Umweltbewegung und Flüchtlinge müssen zusammen stehen. Lassen wir uns nicht die Zukunft aus der Hand nehmen!

  • Gaza-Solidarität – eine anregende Veranstaltung in Witten

    Am Freitag 17.10.2025 führte die Regionalgruppe von Solidarität International Bochum eine Veranstaltung im Internationalen Treff in Witten durch. Wir hatten vor zwei Monaten vereinbart, uns zu überlegen, wie wir mit der Solidarität mit der Bevölkerung im GAZA, gegen dem Völkermord  und der Unterstützung des Al Awda-Gesundheitsprojekts weiter arbeiten wollen. Inzwischen gab es viele neue Interessierte von verschiedenen Demonstrationen und Aktivitäten. Der Waffenstillstand im GAZA, auch wenn er noch labil ist, war Anlass zur Freude, dass wir jetzt endlich auch weiter gehendere Pläne schmieden können, um den Soldiaritätspakt zu Gaza[1] zu erfüllen. Bisher haben wir vor allem informiert und Spenden gesammelt, auch die Verbindung zum SI-Projekt in Jenin – im Westjordanland – hergestellt.

    Gekommen waren Teilnehmer der Regionalgruppe aus Bochum Witten und Hattingen, Mitglieder des Frauenverbands von Courage, Mitglieder der MLPD, ein Mitarbeiter des ICOR-Office, Teilnehmer des Jugendverbands REBELL und neue Interessierte.

    Angeregt wurde nach einem kleinen Powepoint-Vortrag zu den Aktivitäten in Bochum wie dem Sponsorenlauf des Jugendverband REBELL, der bisherigen Unterstützung von Brigaden zum Aufbau eines Krankenhauses in Kobane, eines Jugendzentrums in Südafrika oder eines Versammlungshauses in Kongo usw., diskutiert. Was ist vom Waffenstillstand zu halten, wie wollen wir die Soldiarität auf noch breitere Füße stellen? Besonders interessiert wurde dem Bericht des Mitarbeiters des ICOR-Büros gelauscht, der auch schon Baupläne für ein solches Gesundheitszentrum vorstellte. Sofort gab es Ideen, was man alles beitragen kann – Medikamente sammeln und Apotheken und Ärzte fragen, ob sie was spenden – auch ausgediente Geräte. Ein anderer berichtete von der erfolgreichen Sammelaktion von Werkzeugen für die Brigaden nach Kobane – da wird sicher jede Menge gebraucht – aber auch Baumaterial, Transportmöglichkeiten …. Alle wollen sich das noch weiter überlegen. Die Ankündigung, dass bei der Benefiz-Veranstaltung zur Solidarität mit GAZA am 1.11. auch die Initiative für eine Mitgliedsorganisation in Solidarität International vorgestellt werden soll, hat alle sehr interessiert. Ein Grund mehr, dort teilzunehmen.  Alles in Allem war es ein gelungener Abend mit einer leckeren Kürbissuppe, kalten und warmen Getränken, vielen neuen Infos und Ideen und lebhaftem Austausch. Drei Teilnehmer entschieden sich, das direkt durch eine Mitgliedschaft bei Solidarität International dieses Projekt zu unterstützen.


    [1] Solidaritätspakt der ICOR und United Front mit dem palästinensischen Befreiungskampf – siehe Homepage ICOR

  • Ousi darf bleiben! – Soli-Schreiben & Petition

    Ousi darf bleiben! – Soli-Schreiben & Petition

    An SSV Schwäbisch Hall

    Solidaritätserklärung

    Solidarität International (SI) Schwäbisch Hall unterstützt von ganzem Herzen und aktiv die Forderung „Rückkehr von Ousi Danso nach Deutschland“.

    Hier will er leben, arbeiten und Fußball spielen. Er hat sich integriert, lernt die deutsche Sprache und erfreut sich großer Wertschätzung in der SSV.

    Ousi Danso sucht aktiv nach einem Arbeitsplatz/Lehrstelle. Menschen, die aktiv in unserem Land eine Arbeitsstelle suchen und damit perspektivische den Fachkräftemangel mindern, abzuschieben, führt das Programm der Anwerbung für Fachkräfte ad absurdum. 
    Warum Menschen für teures Geld - unserem Steuergeld -  abschieben, wenn sie schon vor unserer Haustüre sind? 

    Wir finden die Migrationspolitik und die zunehmenden Abschiebungen durch die letzte und jetzige Bundesregierung empörend. Die Bundesregierung übernimmt damit Positionen der AfD.

    Dagegen positionieren wir uns konsequent.

    Zudem war die Abschiebung illegal: Die Einspruchsfrist war noch nicht abgelaufen, und es gab keine Aufforderung, freiwillig auszureisen. Es ist menschenverachtend, wenn man früh morgens abgeholt wird, in ein Flugzeug nach Gambia gesetzt wird und aus seinem Lebensmittelpunkt in die Ungewissheit gerissen wird.

    In unseren Augen darf es keine Menschen erster und zweiter Klasse geben.

    SI ist eine bundesweite Solidaritäts- und Hilfsorganisation mit Beziehungen zu vielen Partnern in der ganzen Welt (www.solidaritaet-international.de). Eine der zahlreichen Mitgliedsorganisationen ist der „Freundeskreis Flüchtlingssolidarität in SI.“ Er setzt sich schon seit 10 Jahren für die Flüchtlinge ein.

    Wir erklären Ousi und dem Verein SSV unsere Solidarität. Wir haben die Petition an unsere Mitglieder und Verteiler geschickt. Wenn wir darüber hinaus noch etwas tun können, lasst es uns bitte wissen.

    Wir wünschen euch viel Erfolg bei euren Bemühungen.

    Solidarische Grüße – SI Schwäbisch Hall – i.A. des Vorstands

    <HIER LINK zu Online Petition für Ousi>

    <HIER Soli-Erklärung als PDF Herunterladen>

  • Büchersalon – Was ist das?

    Büchersalon – Was ist das?

    Am 17. November 2025 wird Renate Radmacher vom Bundesvorstand von SI und im Vorstand der Regionalgruppe Ostalb einen Büchersalon durchführen. Thema: Krieg und Frieden. Was ist ein Büchersalon?

    Kurz gesagt, es werden verschiedene Bücher vorgestellt, die dann auch gleich vor Ort gekauft werden können. Dieser Büchersalon findet im Rahmen der ökumenischen Friedensdekade statt. Es werden Bücher zu verschiedenen aktuellen Themen, Romane, vorgestellt, aber auch zu Weihnachten und „zum Glück“ im Allgemeinen. Also, wer schon ein Geschenk (mit thematischem Anspruch) für Weihnachten sucht, aber auch wer gute Bücher gegen die aktullen Kriege sucht, ist herzlich eingeladen:

    17. November 2025, 19:00 Uhr im Kapitelhaus, Münsterplatz 7, 73525 Schwäbisch Gmünd

  • Reisebericht aus Peru: Das Lied des Lebens

    Reisebericht aus Peru: Das Lied des Lebens

    Im August waren Freunde von Solidarität International e.V. (SI) Schwäbisch Hall bei unseren Partnern von Canto Vivo in Peru.

    Mit Canto vivo besteht schon seit langem eine Zusammenarbeit an zwei Projekten. Es geht zum einen um ein Aufforstungsprogramm in den Anden, Planta Monte, und um die „Gärten der Solidarität“. vor allem SI Schwäbisch Hall hat einen engen Kontakt zu den Freunden von Canto Vivo und so war es nur natürlich, dass sie die Projekte und die Menschen die sie vor Ort betreiben und pflegen, besuchten. Ihr erster Bericht wird bei SI Ostalb, am Donnerstag, 23. Oktober, im Bürgerhaus in Wasseralfingen stattfinden. An diesem Abend wird sich auch die Peru-GRuppe aus HEubach vorstellen.

  • Soli-Erklärung Christopher

    Soli-Erklärung Christopher

    Lieber Christopher,

    wir von der Ortsgruppe Solidarität International in Esslingen sprechen dir unsere Solidarität aus. Es ist ungeheuerlich, dass DHL dich freigestellt hat nur weil du angesprochen hast, was ist: Deutschland und die DHL sind direkt beteiligt an Waffenlieferungen u.a. nach Israel. Israel begeht damit im Gazastreifen  einen Völkermord. Dies hat inzwischen auch die unabhängige Untersuchungskomission des UN-Menschenrechtsrats festgestellt. Nachdem Großbritannien, Kanada, Frankreich und Belgien den Staat Palästina anerkannt haben, kann sich Deutschland immer noch nicht zu dazu durchringen Israel klar zu verurteilen. Die deutsche Regierung hält weiter an der vermeintlichen Staatsräson fest und erklärt die unverbrüchliche Solidarität mit Israel zu ihrer Leitlinie. Doch die Lehre aus dem Faschismus ist: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ Nur wegen dieser Verzerrung der geschichtlichen Verantwortung in Deutschland konnte sich die DHL überhaupt trauen so rigide gegen einen mutigen Arbeiter durchgreifen!

    Du beziehst dich in deiner Rede auf die mutigen Hafenarbeiter z.B in Italien und Griechenland, die sich weigern Waffenlieferungen zu verladen und auch wir finden: es braucht mutige Leute wie dich, die darüber sprechen und breit bekannt machen, dass sich auch die DHL an Waffenlieferungen beteiligt. Nur so kann eine breite Diskussion und Widerstand entstehen. Du hast auch ganz recht: „Wir können uns nicht darauf verlassen, dass DHL von selbst erkennt, dass diese Lieferungen verwerflich sind, für sie ist das ein Geschäft. Wir müssen auf unsere eigene Kraft vertrauen. […] Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter! Kein Transport für Völkermord!“

    Wir wünschen dir viel Erfolg: es ist ganz klar, DHL muss dich wieder einstellen! Es darf nicht Schule machen, dass Arbeiter die aussprechen was ist und ihre Meinung sagen vor die Tür gesetzt werden! Wir machen deinen Fall breit bekannt und diskutieren mit Freunden, Bekannten und Nachbarn darüber!

    Viele Grüße von Solidarität International aus Esslingen