Kategorie: Berichte aus den Orten

  • Ein neues Mitglied beim Neujahrsbrunch gewonnen

    Ein neues Mitglied beim Neujahrsbrunch gewonnen

    Am Sonntag, 2.2.25 hatten wir in Esslingen unser erstes Treffen im neuen Jahr: den Neujahrsbrunch! Wir hatten reichlich leckeres Essen, haben zurück auf unsere Aktivitäten in 2024 geblickt und haben unsere Aktivitäten für dieses Jahr geplant. Da unser Sponsorenessen für Gaza soll leben im September so ein Erfolg war, haben wir beschlossen daran anzuknüpfen und planen weitere Sponsorenessen dieses Jahr. Wir konnten 135,- Euro Spenden sammeln. Da während der Waffenruhe in Gaza vermehrt die Westbank und das Lager Jenin angegriffen werden, haben wir beschlossen mit unserer Spende das Rehazentrum in Jenin zu unterstützen. Wir konnten beim Neujahrsbrunch ein neues Mitglied gewinnen!

  • Steht „Staatsräson“ über dem Grundrecht der Meinungsfreiheit?

    Steht „Staatsräson“ über dem Grundrecht der Meinungsfreiheit?

    Unser Bundesvorstandsmitglied Larry musste sich vor dem Amtsgericht Nürnberg wegen der Verwendung der Parole „From the river to the sea“ verantworten. Die Richterin ließ es kalt, dass er damit Frieden für alle Menschen in der Region wollte.

    Am 2. November 2023 hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) die Parole „From the river to the sea“ in der Folge des Anschlags der Hamas vom 7. Oktober 2023 mit vielen toten jüdischen Zivilisten und 200 Geiseln verboten. Begründung: sie sei angeblich eine ausschließlich von der Hamas verwendete, antisemitische Parole, die das Existenzrecht Israels bestreite. Die Verwendung der Parole ist mitnichten in jedem Fall eine Zustimmung zur Hamas. Nichts desto trotz werden landauf, landab Menschen, die die Parole verwenden – unabhängig von ihrer inhaltlichen Aussage und Absicht, von Staatsanwaltschaften und Polizei verfolgt, angezeigt und verklagt. Oft handelt es sich um Kritiker des Völkermords an den Palästinensern durch das israelische Militär und Regierung, Leuten also, die – verbockt wie sie sind, gleiches Recht für alle Menschen fordern, auch für Palästinenser. Also: Schutz für die Zivilbevölkerung, ungehinderter Zugang zu Nahrung, Wasser und Medikamenten.

    Während also Staatsanwaltschaften und Polizei von Amts wegen aktiv werden, sind sich deutsche Gerichte durchaus nicht einig. Manche lehnen eine unkritische Übernahme des Faeser-Erlasses ab, zumal er ohne nähere Begründung einfach eine Behauptung zur umstrittenen Parole aufstellt. So gibt es Gerichte, die entschieden haben, dass der Kontext und die Absicht berücksichtigt werden müssen, was dann zu Freisprüchen oder milden Strafen führte.

    Solch ein Verfahren um die Parole „From the river to the sea …“ fand am 10. März vor dem Amtsgericht Nürnberg gegen unser Mitglied der Bundesvertretung von Solidarität International e.V. (SI) und bekennenden Juden Larry statt. Er hatte am 6. Januar 2024 auf einer Solidaritätskundgebung mit der palästinensischen Bevölkerung und ihrem Freiheitskampf eine Rede gehalten, in der er sich unter anderem wunderte, warum gerade diese Parole als Auflage für den Aufzug von der Behörde verboten worden sei. In besagter Rede führte er aus, dass es in seiner amerikanischen Heimat ein Lied gäbe, das Frieden und Freiheit „from the sea to the shining sea“ für alle Menschen verkünde. Er sei eben auch für Palästina für Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit „from the river to the sea“.

    In seiner Stellungnahme vor Gericht führte er weiter aus, dass er im jüdischen Glauben erzogen worden sei. Er praktiziere seinen Glauben und in seiner Gemeinde ist er neben dem Rabbi der einzige, der aus der Thora vorlese. Durch seinen Glauben sei es ihm nicht egal, wenn Menschen in Not wären, wenn Unrecht geschehe, soziale Probleme bestünden oder die Natur zerstört werde. So empfinde er großes Unrecht in Palästina. Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie seien ihm sehr wichtig. Er las aus seinem Gebetsbuch vor: „… ob unserer Sünden wurden wir aus unseren Ländern vertrieben und von unserem Boden entfernt … weil wir gesündigt haben.“ Nach seiner Meinung gehe es für das jüdische Volk darum, sich vor Gott zu bewähren und das sehe er momentan nicht gegeben.

    Der Staatsanwalt wiederholte darauf ungerührt sein Eingangsplädoyer, die Parole sei ein Kennzeichen der Hamas und unterstellte Larry einen Vorsatz, weil er vor 2000 Menschen gesprochen hatte. Er verstieg sich dann zu der Behauptung, Demokratie verteidige man nicht, wenn man Hamas-Parolen verbreite.

    Offensichtlich war der Staatsanwalt der Meinung, dass Demokratie darin bestehe, Regierungserlasse unkritisch auf die Gesellschaft anzuwenden und Kritiker an der Regierungspolitik der bedingungslosen Unterstützung der israelischen Regierung mundtot zu machen.

    Larrys Anwalt stellte die Anschuldigungen richtig: Es wurde nicht die Parole begründet, sondern kritisiert. Die Parole ist interpretierbar und nicht eindeutig, weshalb die Verwendung der Parole grundsätzlich nicht haltbar ist. Die Auflage der Innenministerin selbst ist rechtswidrig, da ohne Begründung aufgeführt. Die Rechtsprechung in Deutschland dazu ist uneinheitlich. So stufte das Landgericht Mannheim die Meinungsfreiheit höher ein und bewertete auch die genaue Argumentation bei der Verwendung der Parole. Dabei ging der Angeklagte straffrei aus (Legal Tribune Online vom 7.6.24).

    Die Richterin schloss sich jedoch der Haltung des Staatsanwalts an und verurteilte Larry zu 50 Tagessätzen à 15 €. Er habe als langjähriger politischer Aktivist die Parole nicht spontan verwendet. Billigend in Kauf genommen hätte er, dass die anwesenden ca. 2000 Kundgebungsteilnehmer die Parole im Sinne der Hamas verstanden hätten. Dieses Urteil folgt der Linie der Kriminalisierung der Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf und der Kritik an der hemmungslosen Unterstützung für den israelischen Völkermord durch die deutschen Politik.

    Die etwa 40 Besucher, die aus Solidarität mit Larry gekommen waren, hatten schon vor der Verhandlung eine kleine Solidaritätskundgebung vor dem Gericht abgehalten. Im Saal – streng beäugt vom Wachtmeister – waren sie zu „Ruhe und Ordnung“ gezwungen. Doch mit Urteilsverkündung gab es lautstarken Protest: „Mit diesem Urteil, ist mein Glaube an Gerechtigkeit tief erschüttert worden“, rief eine Frau in den Saal. Und ein Mann qualifizierte das Urteil als antisemitisch, was die Richterin sogleich zum Anlass nahm, seine Personalien einzufordern. Die Repression hat viele Mitläufer – und dieses Urteil kann durchaus dazugezählt werden.

    Larry geht in Berufung. Der breiten Solidarität und finanziellen Unterstützung darf er sicher sein.

    Unter den Prozessbeobachter*innen konnten für den Hilfsfonds Demokratische Rechte von SI 281,20 € gesammelt werden, die für Prozess- und Rechtsanwaltskosten in dem weiter gehenden Verfahren eingesetzt werden.

    Es wurde ein Konto in das Hilfsfonds Demokratische Rechte für diese Sache eingerichtet.
    Kontoinhaber: Solidarität International (SI) e.V.
    IBAN DE86 5019 0000 6100 8005 84
    BIC FFVBDEFF – bei der Volksbank Rhein/Main BLZ 501 900 00
    STICHWORT: Larry Zweig
    Bei Angabe von Namen und Adresse wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt; diese gibt es immer zum Jahresanfang (also in dem Fall Januar/Februar 2026).

  • Veranstaltung „Wenn wir zusammen gehen“

    Veranstaltung „Wenn wir zusammen gehen“

    Ein Nachmittag voller Vielfalt und Gemeinschaft

    Der Nachmittag des 19. September 2024 begann mit der gemeinsamen Dekoration des Raumes im Mütterzentrum Braunschweig. Zunächst wurden die 28 Teilnehmer:innen mit dem Lied ‚Brot und Rosen‘ musikalisch begrüßt. Anschließend stellten sich SI und Courage als veranstaltende Organisationen vor.

    Die Veranstaltung „Wenn wir zusammen gehen“ widmete sich der internationalen Solidarität und Frauenbewegung. Im Mittelpunkt stand die Vorführung eines beeindruckenden Dokumentarfilms zur 3. Weltfrauenkonferenz, die 2022 in Tunesien stattfand. Der Film bot tiefgehende Einblicke in die Herausforderungen, Erfolge und die unerschütterliche Entschlossenheit von Frauen aus aller Welt, die für ihre Rechte und die Gleichstellung der Geschlechter kämpfen.

    Der Film mit einer Dauer von anderthalb Stunden wurde gemeinsam ngesehen. Eine spanische Simultanübersetzung stellte sicher, dass alle Teilnehmer:innen die wichtigen Inhalte und Botschaften des Films verstehen konnten. Vor Beginn der Diskussion gab es eine Pause.

    Ein Highlight war die Auswahl an selbstgemachten Snacks aus verschiedenen Ländern, die das internationale Flair der Veranstaltung unterstrichen und kulinarischen Genuss boten.

    Während der anschließenden Diskussion wurde der Film als eindrucksvoll, jedoch für den Nachmittag als sehr lang empfunden. Viele Frauen äußerten ihre Meinung zur politischen Lage der Frauen, zu Umweltthemen sowie zu Erfolgen und Rückschlägen der Frauenbewegung. Verschiedene Ansätze zur Lösung der Probleme innerhalb des Kapitalismus und Sozialismus wurden erörtert. Zudem wurde der Frauenpolitische Ratschlag vorgestellt.

    Die Veranstaltung war nicht nur ein Ort des Austauschs und der Inspiration, sondern erzielte auch konkrete Ergebnisse. Drei neue Mitglieder:innen konnten für SI gewonnen werden und zusätzlich trugen sich drei weitere Personen in unsere Informationsliste ein. Dies zeigt, dass die Veranstaltung sowohl informativ als auch motivierend und aktivierend war.

    Ein weiterer bedeutender Punkt des Abends war, dass mit den Einnahmen aus den Eintrittsgeldern (3€, 4€, 6€) sowie dem Verkauf von Speisen und Getränken insgesamt 204€ zugunsten des Frauenpolitischen Ratschlags gespendet werden konnten. Diese Spende unterstützt die Arbeit der Organisation und trägt zur politischen Vertretung von Frauenanliegen bei.

    Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und verdeutlichte erneut die Bedeutung des internationalen Austauschs und der Solidarität unter Frauen. Die Mischung aus informativen Inhalten, kulinarischen Genüssen und gemeinschaftlichem Engagement schuf eine besondere Atmosphäre, die noch lange nachwirken wird. Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern und Besucher:innen für ihre Teilnahme und Unterstützung.

    SI Braunschweig

  • Aller guten Dinge sind drei

    Aller guten Dinge sind drei

    Gern möchten wir von unseren drei Aktionen Ende letzten Jahres berichten, die nach der erfolgreichen Veranstaltung zum Thema Flüchtlingssolidarität am 27.01.2024 (wir berichten im Newsletter April 2024) und dem Gründungstreffen am 18.02.2024 ein gelungener Auftakt für 2025 waren.

    Nach einer Findungsphase entschieden wir uns, die Kampagne zur Unterstützung der Textilarbeiterinnen in Bangladesh (Organizerinnen) zum nächsten Schwerpunkt unserer Arbeit zu machen. Besonders passend fanden wir dabei den historisch bedeutenden Bezug zur Textilindustrie als Wuppertaler Gruppe. Am 10. November trafen wir uns zu einer Wanderung zum Wülfing-Museum, einem Textiltechnikmuseum, – sehr zu empfehlen – auf dem Gelände einer ehemaligen Tuchfabrik. Bevor wir starteten gab es eine interessanten Einführung durch unseren Vorstand bei Tee, Glühwein, veganen Schmalzstullen und Stuten. Bestens verpflegt starteten wir mit Kind und Kegel (Hund) und nutzten die Gelegenheit, uns auszutauschen und besser kennenzulernen. Vor Ort konnten wir, da gerade ein  Aktionstag lief, sogar die  Dampfmaschine bewundern. Beim abschließenden Genuss von Kaffee und Waffeln im Museums- Café wurden 151 Euro gespendet, was auch finanziell ein gelungener Auftakt war.

    Direkt zwei Wochen später trafen wir uns zum „Jahresabschluss-Brunch“ mit Rückblick, Ausblick und Gästen wie der Inhaberin des „Glücksbuchladens“, dem Filmemacher, der bereits unser Video produzierte und zwei Aktivistinnen vom palästinensischen Freundschaftsverein; was für uns nach mehreren Spendenaktivitäten, Teilnahme an Protestaktionen und Veranstaltungen, sowie einer Gesprächsrunde zum Völkermord in Gaza eine Bereicherung und Höherentwicklung war; auch durch einen Film und den Bericht der beiden jungen Frauen uns sehr lebendig neue Einblicke gab. Besonders liebevoll war das ausgelassene Zusammensein bei den Köstlichkeiten, wozu viele etwas mitgebracht und/oder gespendet haben. Ein würdiger Abschluss unseres ersten Jahres als Wuppertaler SI-Gruppe, was anziehend war und den Zusammenhalt stärkte.

    Kurz davor erfuhren wir, dass die Dresdner Band „Banda Comunale“ nach Wuppertal kommt und ausgerechnet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „FIGHT 4 DIVERSITY“ auftritt, wofür sich noch Gruppen anmelden konnten. Wir nutzten die Gelegenheit und planten, uns am sogenannten Social Friday zum ersten Mal in diesem Rahmen zu präsentieren. Motiviert meldeten wir uns für die Teilnahme am 13. Dezember in der „Färberei“ an. Mit der Vorbereitung eines Aktionsstandes inklusive Quiz, welches die Kostenverteilung eines konventionell hergestellten T-Shirts zum Preis von 30€ thematisierte und alle Teilnehmenden zum Staunen brachte, wurden wir zum Jahresende nochmal richtig aktiv. Mit einem guten Verkaufsergebnis unseres SI-Materials machten wir uns und die Bangladesch-Kampagne bekannt. Der Austausch mit den „Omas gegen Rechts“ zeigte bereits Erfolge (wir werden weiter berichten). Durch die Intensivierung des Kontakts zu zwei Gründungsmitgliedern der Band, die wir endlich persönlich kennenlernten, erhoffen wir uns engere Zusammenarbeit. Mit dem wunderbaren Konzert wurde der gelungene Abend bei ausgelassenem Tanz gekrönt. 

  • „Indonesia Gelap – Dunkles Indonesien“

    „Indonesia Gelap – Dunkles Indonesien“


    Protestkundgebung der indonesischen Kommunity in Berlin am Brandenburger Tor

    Seit Wochen demonstrieren v.a .tausende Studenten der Bewegung „Indonesia Gelap – Dunkles Indonesien“ in Jakarta und in zahleichen Städten gegen die Rechtsentwicklung der Politik des neuen Staatspräsidenten Prabowo Subianto (kurz Prabowo).

    Prabowo, dem Ex-General der Suharto Diktatur, wurde mit Millionen Spenden der indonesischen Konzerne und Megabanken in einer manipulierten Medienschlacht zum Wahlsieg verholfen. Scheinbar „Kreide gefressen“ hatte er seine faschistische Vergangenheit und die des Prabowo Clans als Generäle der Diktatur verschwiegen.

    Getreu seiner Förderer hat er sich nach dem Amtsantritt auch gleich ans Werk gemacht. Militärs wurden Minister und Militär und Polizei ermächtigt, gegen fortschrittliche, demokratische und revolutionäre Kräfte mit Verhaftungen, Bedrohungen, Hausbesuchen vorzugehen. Gegen Demonstrationen wird zunehmend Polizei- und Militärgewalt eingesetzt. Der Abbau von im Volksaufstand 1998 erkämpften demokratischen Rechte wird forciert. Aber auch sein Vorgänger „Jowoki“- Widodo hatte bereits viele, inbesondere antikommunistsche, Gesetze erlassen, wie das Verbot solcher Literatur und Symbole wie Hammer und Sichel. Angetreten und gewählt wurde „Jokowi“ u.a. wegen seines Versprechens, den Massenmord an über 1 Mio forschrittlicher Menschen unter der Suharto Diktatur aufzuklären, ebenso die Verbrechen gegen Beteiligte am Volksaufstand 1998. Damals lies Prabowo als verantwortlicher Polizeichef in Jakarta auf die Protestierenden schießen. Bis heute sind etliche Führer dieses Aufstandes verschollen.

    Mit seinem neuen Regierungprogramm hat sich Prabowo im Auftrag der indonesischen Konzerne und Megabanken zum Ziel gesetzt, Indonesien als inzwischen neuimperialistisches Land vom aktuell Platz 16 unter die TOP 5 der Welt zu führen. Dazu wurden auch erkämpfte Umweltgesetze beseitigt. Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Abholzung der Reste des bereits zu 2/3 vernichteten tropischen Regenwaldes für die Palmölproduktion zu erleichetrn. Weitere Beschlüsse dienen der Erleichtung von Investionen, insbesondere im umweltzerstötenden Nickelabbau und als weltgrößter Kohleexporteur auch in die Kohleminen. Deshalb stand auf einem Schild der Demonstranten auch „Blut indonesischer Nickelarbeiter klebt an jedem E-Auto“ Mit einem Gesetz zur Finanzierung von „Massenspeisungen“ der zunehmenden Armut im Land versucht Prabowo, sein Ansehen aufzumöbeln. Auf die Frage an die Demonstranten in Berlin, warum sie dieses Gesetz ablehnen, sagten sie: diese Gelder gehen nur in die Korruption und gleichzeitig plant Prabowo Haushaltskürzungen von rund 19 Mrd Dollar.

    Die neue Bewegung „Indonesia Gelap- dunkles Indonesien “ klagt diese Politik an. Die Forderungen in Berlin waren:

    – Verabschieden Sie Gesetze, die den Menschen und der Umwelt zugute kommen

    – Lehnen Sie menschenfeindliche und umweltfeindliche Gesetze ab

    -. Bewertung von Maßnahmen, die den Menschen schaden und Indonesiens Umwelt zerstören

    – Repressive Maßnahmen beenden

    – Militär und Polizei sind wieder in ihre Funktionen zurückzuführen

    – Gewährleistung der Meinungs- und Redefreiheit

    – Aufklärung früherer Menschenrechtsverletzungen

    Ein Vertreter von „Solidarität International“ sprach auf der Kundgebung und trug das Lied „Bonkar“ vor, wo viele mitsangen. Alle sangen auch das Lied „Lagu ibu Pertiwi – Mutter Erde „:

    Ich sehe Mutter Erde, in Trauer, ihre Tränen fließen,

    ihre Diamanten werden in Erinnerung behalten,

    die Wälder, Berge, Reisfelder, Ozeane, Schätze,

    jetzt hat Mutter Schmerzen, stöhnt und betet

  • Pressemitteilung von SI Braunschweig zu VW

    Pressemitteilung von SI Braunschweig zu VW

    Die Ankündigung von VW, 30.000 Arbeiter und Angestellte zu entlassen, sowie drei Werke zu schließen, beschäftigt die Ortsgruppe Braunschweig von Solidarität International e.V. Dazu sagt Diana Martinez, deren Mann in der Produktion bei VW Braunschweig arbeitet:
    Allein bei unserer Gruppe haben wir mehrere Mitglieder, die direkt bei VW beschäftigt sind oder deren Familienmitglieder und wir reden hier nicht über Top Manager:innen, sondern ganz normale Produktionsarbeiter: innen, die vom Gehalt abhängig sind, um das Leben ihrer Familien zu finanzieren“.

    SI Braunschweig hat aus Anlass dieser massiven Abbaupläne bei VW eine Pressemitteilung herausgegeben und bekundet darin die Bereitschaft, ein Solidaritätskomitee mit dem Kampf der Kolleginnen und Kollegen bei VW zu unterstützen.

  • Jahreshauptversammlung und Weihnachtsfeier von SI Braunschweig

    Jahreshauptversammlung und Weihnachtsfeier von SI Braunschweig

    Am 24. November fand und JHV und Weihnachtsfeier in gemütliche Atmosphäre statt.

    Im Vorfeld haben wir den Raum des Mütterzentrums in BS weihnachtlich dekoriert und uns mit Kaffee, Kuchen und Snacks auf die Arbeit gemacht.

    Der Rechenschaftsbericht vom Vorstand wurde mit Fotos und Videos der jeweiligen Aktivitäten gemacht. Unsere Arbeitsweise wurde von allen anwesenden Mitgliedern als richtig und vielfältig bewertet. Dazu gehört die Förderung des Umweltbewusstseins und praktische Umweltarbeit zusammen mit Canto Vivo in Peru, die gewerkschaftliche Arbeit mit der Organizerinnen unter den Textilarbeiterinnen in Bangladesch und in Deutschland, die Verständigung und Einheit der Völker durch Spendensammlungen und Übersetzungsarbeit für die internationalen Konferenzen und die Selbstbefreiung und Selbstbestimmung mit dem Flüchtlingsprojekt auf Kara Tepe sowie und die Schachschule in Kolumbien. Unsere Arbeit ist unverzichtbar und notwendiger denn je.

    Das Highlight des Jahres war natürlich die 12. Bundesdelegierteversammlung in April 2024 in Braunschweig, an die wir sehr gerne und liebevoll immer wieder zurückdenken.

    Seit unserer letzte JHV sind wir um 11 neue Mitglieder reicher geworden. Allerdings können nur 4 zu unserer Regionalgruppe gezählt werden, alle anderen gehören anderen Regionen. Zwischen sind wir 48 Mitglieder! 😊

    Durch eine Vielzahl von Initiativen zum Beispiel über den Verkauf von Kunsthandwerk Produkten, Keksen und selbstgebastelten Dingen, Flohmarkt und Spendensammlungen bei unseren Ständen konnten wieder viele SI-Projekte unterstützt werden. Die Spenden aus der gemeinsamen Arbeit betrugen insgesamt 961,38€ und kamen den Projekten Organizerinnen in Bangladesch, Canto Vivo, Frauenpolitischen Ratschlag und Sprachenarbeit zugute.

    Für das nächste Jahr haben wir uns die Unterstützung von einem möglichen Soli-komitee der VW-Arbeiter vorgenommen und weiterhin die Umweltarbeit sowie Spendensammlungen für die Verteidigung demokratischer Rechten. Bea und Diana wurden als Vorstandsmitglieder bestätigt und Nadja kam als neues Mitglied des Vorstands hinzu. Schon jetzt freuen wir uns auf die Zusammenarbeit.

    Nach der JHV haben wir zusammen eine gemütliche Weihnachtsfeier mit leckerem mitgebrachtem Essen und Getränke feiern können. Dazu haben wir gesungen, gedichtet und Musik gemacht, auch ein Weihnachtssketch hat uns zum Lachen gebracht. Es war eine schöne, bunte, informative, lustige und zukunftweisende Weihnachtsfeier und ein mega Abschluss dieses erfolgreichen Jahres als SI-BS.

  • SI Stuttgart solidarisch mit dem stuttgarter Palästinakomitee

    SI Stuttgart solidarisch mit dem stuttgarter Palästinakomitee

    Am 10. Oktober 2024 hat die Gemeinderatsfraktion der CDU im Gemeinderat von Stuttgart den Antrag gestellt, das Palästinakomitee Stuttgart e. V. aus dem Forum der Kulturen ausschließen. Begründet wird der Antrag mit einer angeblichen „Täter-Opfer-Umkehr“. Das ist das gängige Schema, nach dem die zigtausende palästinensischen Opfer gar nicht erwähnt werden sollen. Und schon gar nicht darf nach diesem Schema der israelische Staatsterror, dessen Ziel die Neuordnung der Nahostregion und die Vertreibung der Palästinenser ist, kritisiert werden.

    Solidarität International e.V. Stuttgart hat sich mit dem Palästinakomitee Stuttgart e.V. solidarisiert. Sie schreiben:

    „Wir fordern die sofortige Abweisung des CDU-Antrags und eine Stellungnahme des Gemeinderats für ein demokratisches, säkulares und gleichberechtigtes Miteinander für Palästinser und Israelis. Ein sofortiger Waffenstillstand ist das Gebot für jeden humanitär und christlich denkenden Menschen. Nie wieder ist Jetzt! Die Menschenrechte gelten für alle Menschen!“

  • SI Esslingen hatte zum Sponsorenessen geladen: „Gaza soll leben“

    SI Esslingen hatte zum Sponsorenessen geladen: „Gaza soll leben“

    Ende September haben wir in Esslingen ein Sponsorenessen durchgeführt um die Spendensammlung „Gaza soll leben“ zu unterstützen. Wir haben aus dem Kochbuch „Jerusalem“ gekocht, in dem ein Israeli und ein Palästinenser ihre Lieblingsrezepte aus ihrer Heimatstadt Jerusalem zusammen getragen haben. Natürlich haben wir die Rezepte vorher ausprobiert. Es gab eine Suppe als Vorspeise, Salate, Dips, und zum Hauptgang Fleischbällchen mit dicken Bohnen und Reis. Zum Nachtisch gab es einen Orangenkuchen. Bei den Gerichten war für jeden etwas dabei und allen 10 Gästen hat es geschmeckt.
    Wir haben an dem Abend Solidarität International e.V. (SI) allgemein vorgestellt: wie SI arbeitet, mit Projektpartnern vor Ort auf Augenhöhe und finanziell unabhängig und natürlich wurde konkret über die Spendensammlung „Gaza soll leben“ und die aktuelle Lage vor Ort berichtet. Es kamen spannende Gespräche zustande und ein Kollege von der Umweltgewerkschaft war dabei, der sehr anschaulich über das Recycling-Projekt in Kara Tepe berichten konnte. Auch haben wir gemeinsam den Song „We will not go down“ gesungen. Insgesamt haben wir 350,- Euro eingenommen, die wir zu 100% an die Spendensammlung „Gaza soll leben“ abführten und wir haben zwei neue Mitglieder gewonnen. So ein Sponsorenessen werden wir uns auf jeden Fall wieder vornehmen und wir können es nur empfehlen: man kann bei leckerem Essen viel Neues erfahren und verbringt gemeinsam einen kurzweiligen Abend!

    Montagsdemo mit Protest gegen den Krieg in Gaza


    Bei zwei weiteren Gelegenheiten konnten wir in Esslingen insgesamt 70,- Euro für „Gaza soll leben“ sammeln. Unter anderem bei unserer Montagsdemo im November bei der wir großartige musikalische Unterstützung von einem Straßenmusiker hatten der unsere Demo mit Anti-Kriegsliedern begleitet hat und auch am offenen Mikrofon mit diskutiert hat. Es war eine kleine Demo aber die Rückmeldungen auch von Passanten sind ganz klar: niemand will Krieg, wir alle wollen in Frieden leben!

  • Schulmöbel und Tafeln für tunesische Schulen!

    Schulmöbel und Tafeln für tunesische Schulen!

    Organisiert von „Initiative Bildung und Teilhabe Tunesien“

    Es ist vollbracht. Nach knapp drei Jahren ist es uns gelungen Schulmaterialien aus Aalener Schulen, die entsorgt werden sollten, ein neues Zuhause zu geben. Mit Spendengeldern und eigenem Engagement kamen Hunderte von Tafeln, Tische und Stühle nach Tunesien und wurden erfolgreich an mehreren Schulen verteilt. Die Grundschule Aindefla (Lamias Geburtsstadt) wurde komplett neu eingerichtet. Mein Bruder ist vor Ort und hat die Aktion mit koordiniert. Die Schüler/innen, Lehrer/ innen, Eltern und alle Bewohner der Gemeinden sind überwältigt von der Aktion und bedanken sich von ganzem Herzen. Andere Schulen, die nicht das Glück haben, wünschen sich, dass die Initiative Bildung und Teilhabe Tunesien auch dort hilft. 

    Da ausgemusterte Schulmaterialien in Aalen noch vorhanden sind, planen wir eine neue Transportaktion und hoffen auf weitere Zusammenarbeit und Unterstützung.

    Herzliche Grüße 

    Lamia und Franz Fetzer 

    Initiative Bildung und Teilhabe Tunesien 

    Spendenkonto von Solidarität International e.V.

    Frankfurter Volksbank Rhein/Main,

    IBAN: De 86 5019 0000 6100 8005 84

    BIC: FFVBDEFF

    Stichwort: Bildung u. Teilhabe Tunesien