Palästina: Spenden sie für den
Al-Jaleel-Verband im Flüchtlingslager
vom Jenin!

Im April 2002 fielen 13.000 israelische Soldaten in das Flüchtlingslager von Jenin ein. 150 palästinensische Kämpfer leisteten 11 Tage heftigen Widerstand. 500 Häuser wurden völlig zerstört. Keine Familie blieb von den Folgen der Invasion verschont:

Zerstörte Häuser, 54 Tote, unzählige Verletzte, zahlreiche Verstümmelte und hunderte Verhaftete, von denen 217 noch nach über einem Jahr ohne Anklage im Gefängnis saßen. Tagelang blieben die Toten unbestattet in den zerstörten Häusern und auf den Straßen liegen. Hätten die Bewohner selbst nicht das Flüchtlingslager evakuiert, hätte es in diesen Tagen Tausende von Toten gegeben.

Sofort nach dieser Invasion organisierten Menschen aus Israel Hilfslieferungen und Proteste gegen das brutale Vorgehen des israelischen Militärs. Die Bewohner schufen sich das Notfall-Komitee, in dem alle Bewohner und Organisationen vertreten waren. Hier organisierten sie den Schulbesuch der Kinder, die Verteilung von Lebensmitteln, die Aufräumarbeiten im Lager und die Rückkehr der obdachlosen Menschen. 2004 konnten alle Bewohner neue Häuser mitten im Zentrum des Flüchtlingslagers beziehen.

Unser Partner im Flüchtlingslager von Jenin: Das AJS

Das Al-Jaleel Society for Care and Community-Based Rehabilitation (Verband für Pflege und gemeindebasierte Rehabilitation) – AJS – wurde 1991 im Flüchtlingslager gegründet.
Die Bewohner selbst organisierten hier die Hilfe für unterschiedliche Personengruppen. Dazu wurden verschiedene Projekte entwickelt:

In zahlreichen Gemeinden wurde Projekte durchgeführt, um das Bewusstsein für Menschen mit Behinderung zu schärfen. 2004 wurden 55 Seminare, Workshops, Treffen, Lehrgänge und Studien durchgeführt, um die Integration und Akzeptanz für Menschen mit Behinderung zu verbessern.
Das Hausbesuchsprogramm bietet im Bezirk Jenin therapeutische Hausbesuche für Menschen an, die aufgrund der Schwere der Behinderung, Entfernung, Straßenblockaden und mangelnden Transportmöglichkeiten nicht in das Therapiezentrum kommen können.

Rund 450 Kinder werden durch das Projekt „Cerebralparese” betreut. Spezielle Rehamaßnahmen und Physiotherapie sollen Kinder und deren Familien helfen, mit den erhöhten Anforderungen des Alltags umgehen zu können.

Mit dem Gemeinde-Reha-Programm werden 150 Behinderte betreut, die spezielle Unterweisungen durch Fachkräfte brauchen.

350 Häuser und öffentliche Gebäude wurden behindertengerecht umgebaut.
Das Komitee organisiert Rollstühle, Gehhilfen und Prothesen für Menschen mit Behinderung im Bezirke Jenin, Tulkarem und Nablus. Seit 2005 wurde mit dem Bau von Prothesen begonnen. Die Fachkräfte wurden im Ausland ausgebildet.

Die Kinder im Flüchtlingslager

Seit jeher versucht die israelische Besatzung vor allem die Kultur- und Bildungseinrichtungen in Palästina zu zerstören. Eine gute Ausbildung bedeutet auch, sich effektiv gegen die Besatzung wehren zu können.

1987 gründete die lsraelin Arna Khamis (bekannt aus dem Film „Arnas Kinder‘) das Kinderzentrum „care + learning” mitten im Flüchtlingslager von Jenin.

Theaterspielen, malen, Sammlung von Schulmaterialien, Elternarbeit … Arna versuchte bis zu ihrem Tod dafür zu sorgen, dass Kinder ermutigt werden, am sozialen Leben der palästinensischen Gemeinschaft aktiv teilzunehmen. Nach ihrem Tod führte das AJS die Arbeit des Kinderzentrums fort:

Eine Bibliothek wurde eingerichtet, Computerschulungen durchgeführt und Feriencamps organisiert. Das AJS hilft und unterstützt Kinder aus dem Flüchtlingslager von Jenin, damit sie ihre Rechte in der palästinensischen Gesellschaft wahrnehmen und durchsetzen können.

Seit Jahrzehnten verhindern strategische Interessen der Großmächte und multinationaler Konzerne die Möglichkeit eines gerechten Friedens zwischen Israel und Palästinensern. Die US-Doktrin der Bekämpfung des „internationalen Terrorismus” kriminalisiert den berechtigten Widerstand gegen die völkerrechtswidrige Besatzung der Palästinensergebiete. Nationalistische und rassistische Brandstifter, vor allem getragen durch die zionistische Ideologie, wollen eine Verständigung verhindern. Frieden ist nur auf der Grundlage der gegenseitigen Respektierung des Selbstbestimmungsrechtes möglich. Solidarität International (SI) arbeitet in Israel und den besetzten Palästinensergebieten mit verschiedenen Kräften zusammen. Getragen vom Gedanken der internationalen Solidarität und Völkerfreundschaft, wehren sie sich gegen Besatzung, rassistische Diskriminierung, Arbeitslosigkeit, Militarismus und Sozialabbau.

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