Wie schön direkte und gelebte internationale Solidarität mit unseren Partnerogranisationen ist…
  • Lesedauer:4 min Lesezeit

Wie schön direkte und gelebte internationale Solidarität mit unseren Partnerogranisationen ist…

om 26. bis zum 28. November durfte die Ortsgruppe aus Schwäbisch Hall einen Vertreter von Canto Vivo, Javier Véliz Benzaquen, begrüßen. Er ist Vertreter der Gruppe aus Llamas in der Region San Martin. Dies ist auch die Gegend, in der die Baumpflanzungen für die Schwäbisch Haller Grundschulkinder stattgefunden hat.

Javier berichtete über die Wideraufforstungsaktionen, die die fortschrittliche Umweltschutzorganisation Canto Vivo sowohl im Regenwald wie auch in tristen Stadtgebieten z.B. in Lima durchführt. Er gab einen Überblick über verschiedenste Projekte die bereits laufen oder in Planung sind.

So wird in Lima z.B. weiterhin intensiv mit straffälligen Jugendlichen gearbeitet, im Norden mit Gruppen indigener Frauen (Finanzierung u.a. durch Verkauf von Kunsthandwerk) und in Llamas wurde beispielsweise ein großes Kultur- und Kunstfestival organisiert, bei dem es u.a. darum ging, die alten Kulturen der Indigenen mit der „Moderne“ in harmonische Beziehung zu bringen. Auch internationale und systemkritische Arbeit kam nicht zu kurz und so berichteten dort beispielsweise Künstler über die aktuelle Situation in Brasilien.

In Schwäbisch Hall hielt Javier gleich am Nachmittag seiner Ankunft einen Vortrag über die Arbeit von Canto Vivo für die Schüler und Schülerinnen der dritten und vierten Klasse in der Grundschule am Langen Graben in Schwäbisch Hall und legte damit den Grundstein für die zweite Projekteinheit von SI an dieser Schule.

Nach einem entspannenden Nachmittag mit regem Informationsaustausch entführten ihn zwei Damen der Haller Ortsgruppe in die romatische Altstadt und berichteten ihm Einiges über die Geschichte der Stadt.

Am Dienstagmorgen konnte Javier das Alten – u. Pflegeheim Lindenhof besichtigen, wobei neben interessanten Informationen über das Heim auch die Gesundheitspolitik und der Pflegenotstand nicht zu kurz kamen.

Am Nachmittag machte er mit einem anderen Mitglied der Ortsgruppe einen Spatziergang durch ein an die Stadt grenzendes Erholungsgebiet namens Wettbach. Das ist eine 4 km lange Klinge, an deren Ausgang noch ein Aquädukt aus uralten Zeiten zu besichtigen ist. Im Anschluss gab es Zeit für eine umfangreiche Diskussion der Probleme, der Baumbestände und der globalen Klimakatastrophe für die Natur bei uns, in Peru und weltweit. Natürlich wurden auch Ursachen und Lösungsansätze besprochen…

Nach einem gemütlichen Abendessen im „Kleinen Kreis“ wurden offiziell Spenden von SI an Canto Vivo übergeben, bestelltes Kunsthandwerk bewundert und erworben, um so die Arbeit von Canto Vivo weiter zu unterstützen und natürlich viel erzählt.

Am letzent Tag des Aufenthaltes zeigte ihm Walter, ein Bauer in der Nähe von Schwäbisch Hall, seinen Wald. Einen Mischwald in der Art gibt es ja in Peru nicht. Walter zeigte die verschiedenen Baumarten und erklärte ihre Besonderheiten. Durch die lange Trockenperiode bekamen flach wurzelnde Bäume nicht mehr genug Wasser, so dass einige abstarben. Weil sie zu wenig Wasser hatten, konnten sie sich auch nicht mehr so gut gegen den Borkenkäfer wehren, der sein zerstörerisches Werk verrichten und sich vermehren konnte – auch eine Folge der heraufziehenden Klimakatastrophe.

Mit der Besichtigung der Maschinen, der Hühner, Enten und Gänse beendeten wir den Besuch.

Nachmittags besuchte er mit einem anderen Mitglied die in Schwäbisch Hall ansässige Kunsthalle Würth und genoß die Kulturangebote der schönen Kleinstadt.

Zum Abschied gab es wieder ein gemütliches Abendessen, Geschenke und Ideen zur weiteren Zusammenarbeit wurden ausgetauscht und Javier wurde nicht müde alle Fragen Interessierter ausführlich zu beantworten. Dabei gelang es ihm auf seine offene und freundliche Art bestens auf die Fragen von großen und kleinen Interessierten einzugehen.

Es waren wunderschöne Tage, bei denen Javier Gelegenheit hatte, einige der Mitglieder unserer Ortsgruppe kennen zu lernen und wir umgekehrt einmal wieder die Gelegenheit, Informationen aus erster Hand zu bekommen. Bei all den Gesprächen fehlte es nie an Herzlichkeit und gegenseitigem Dank- und beide Seiten erfuhren durch diesen Austausch wieder einmal wie inspirierend internationale Solidarität und Freundschaft ist.

OG SHA

Drucken