Monat: Februar 2023

  • Die Flüchtlinge aus Moria/Kara Tepe, Lesbos berichten

    Die Flüchtlinge aus Moria/Kara Tepe, Lesbos berichten

    Es gibt Bilder aus dem neuen Camp, sie wollen die Flüchtlinge in von Lesbos dort einsperren. Es ist sehr weit weg von Mytilene und das bisherige Lager soll geschlossen werden. Niemand will dorthin ziehen und die Bewohner haben Angst vor dem Tag, an dem sie verlegt werden.

    Guten Tag aus dem Camp, immer noch kaltes Wetter & windig

    Wir setzen unsere Aktivitäten wie gewohnt fort … Unsere Mitglieder arbeiten an der Arbeit und versuchen das Beste

    Eine humanitäre Tragödie in der Ägäis, 18 von 41 Flüchtlingen wurden nach einem schrecklichen Schiffbruch bei Wellengang 6 und unter bitterkalten Bedingungen gerettet.

    Auch bei dem kalten Wetter bleiben unsere Gedanken und Gebete bei den vom Erdbeben Betroffenen in Syrien und der Türkei. Mögen wir Kraft finden, um in dieser schwierigen Zeit zu helfen.

    Wir müssen Euch leider wieder schreckliche Nachrichten überbringen.

    Der tragische Schiffbruch auf Lesbos Anfang dieser Woche hat drei Leben gefordert, zwei Frauen und einen Mann.

    Das Boot lief auf dem Weg zum Ufer auf Lesbos in die Klippen. Die Überlebenden sagten uns dass sie mit 41 Leute aus der Türkei losliefen, aber die Schlepper sagten, es waren nur 10. Sie hatten nicht mal Schwimmwesten. In den Zeitungen werden so ihre falschen Angaben übernommen.

    Ein örtlicher Fischer schlug Alarm, als er eine im Meer schwimmende Leiche fand.

    Unter den Geretteten waren Kleinkinder, Babys, Frauen und Menschen die ganz schlecht zu Fuß waren.

    „Weder tot – noch gefangen. Das Leben wird siegen! Wir werden uns nicht an den Tod gewöhnen“ – mobilisierte am nächsten Tag das Arbeiterzentrum von Lesbos zu einer Kundgebung auf der Platia Sapphous.

    Ein weiterer Schiffbruch. Eine weitere schwarze Seite in der Geschichte und der Geschichte unserer Inseln. Neue Opfer an unseren Ufern, auf dem Meer, das sich in einen flüssigen Friedhof verwandelt hat. Diese Tragödie dauert an, und die Ursachen dieser Tragödie sind hier gegenwärtig und gegenwärtig, und sie haben einen Namen. Wir werden nicht schweigen, denn Armut, Ausbeutung und Krieg sind die Ursachen für die Entstehung von Flüchtlingen, das wissen wir aus erster Hand. So wie wir aus erster Hand wissen, wer uns in Kriegspläne verwickelt, wer über die Mitausbeutung der Ägäis spricht, wer Flüchtlinge schafft, wer Flüchtlinge, Migranten und ihr Leben zu einem Verhandlungsinstrument macht.

    Um es noch einmal zu sagen: bis hier und Schluss. Denn in unseren Tränen stecken Wut und Empörung. Denn weder auf Lesbos, noch anderswo werden wir uns an den Tod gewöhnen, wir werden uns nicht mit der Entwurzelung abfinden, wir werden die miserable Behandlung der Entwurzelten nicht tolerieren. Wir werden uns nicht der verbrecherischen Politik der Europäischen Union beugen, die unsere Inseln in Seelenlager verwandelt und die gemeinsam mit unseren Regierungen die Verantwortung tragen. Wir werden der Instrumentalisierung des Flüchtlingsproblems und der Ausbeutung des menschlichen Leids nicht tatenlos zusehen.

    Unsere Forderungen sind ein Schrei des Kampfes!

    Unter der Verantwortung der EU und des UN-Hochkommissariats müssen jetzt auf türkischem Gebiet Asylausschüsse eingerichtet werden.

    Schließen Sie alle Hotspots und streichen Sie die Einrichtung des Flüchtlingsgefängnisses in Vastria.

    Solidarität mit Flüchtlingen und Migranten. Sie sollen Papiere für ihren Bestimmungsort erhalten.

    Loslösung von den Kriegsplänen.

    Aegean Boat Report berichtete kürzlich, dass in den letzten drei Jahren 54.000 Menschen von griechischen Behörden in der Ägäis zurückgedrängt wurden. Trotz der zunehmenden Beweise gegen sie, bestreitet der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis weiterhin die griechische Beteiligung an diesen Gräueltaten.

    Wir haben uns an der humanitären Hilfe des Roten Kreuz von Mytilene beteiligt. Wir haben Lebensmittel gespendet, um den Betroffenen des jüngsten Erdbebens in der Türkei und Syrien zu helfen. Die Hilfsgüter werden über mehrere Tage an Bedürftige verteilt.

    Es sind nicht nur die warmen und sonnigen Tage, die zu fröhlichen Lächeln führen – auch an einem kalten, winterlichen Tag können wir einen Unterschied im Leben anderer machen! Jeden Tag haben wir geflüchteten Studenten im Camp frisches Obst gespendet und es erwärmt unsere Herzen auf mehr als eine Weise!

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  • Said – sehr gut besuchte Lesungen in Ostalb.

    Said – sehr gut besuchte Lesungen in Ostalb.

    Buchlesungen mit Said Boluri – „Der Himmel über der Grenze“ – nur zu empfehlen

    Zwei sehr gut besuchte Lesungen konnten wir mit Said Boluri, der mit seiner Familie aus dem Iran geflohen ist und Kenner der aktuellen Lage im Iran in Schwäbisch Gmünd und Aalen durchführen.

    86 Teilnehmer*innen konnten wir begrüßen, 23 Bücher wurden verkauft.

    Samstag Abend war das Kulturcafé a.l.s.o in Schwäbisch Gmünd mit 51 Teilnehmer*innen gut besucht, die Gmünder Fraueninitiative war Mitveranstalterin und es wurde iranisches Essen von experimentierfreudigen SIlern angeboten. Super, wie die SI-Leute in der Vorbereitung, Einladung und Durchführung der Veranstaltung angepackt haben. Organisierte Solidarität und Hilfe stemmt eben auch solche Dinge, was Said lobend hervorhob und eine Lanze für die Organisierung in SI brach. Das Essen schmeckte superlecker und brachte alleine 130 € an Spenden ein, die Said Boluri der Erdbebenhilfe im syrischen Gebiet über den kurdischen roten Halbmond widmete. Weitere Spenden können wir überweisen, denn die „Partnerschaft für Demokratie“ im Ostalbkreis und die Stadt Aalen tragen für die Veranstaltungen jeweils das Referentenhonorar. Zwei kleine Buchhandlungen in Gmünd und Aalen kooperierten ebenfalls mit SI und organisierten die Kommissionsware. Insgesamt  10 Leute sind an einer Mitgliedschaft in SI interessiert, die wir im Laufe einer Woche alle besuchen wollen.

    In Aalen war der Raum von UtopiAA mit 35 Besucher*innen bis auf den letzten Platz besetzt und die derzeit laufende Ausstellung von Claudia Hertfelder, die Inhaftierte des iranischen Widerstandes zeichnet und die Bilder mit einem kurzen Lebenslauf unterlegt, konnte ebenfalls neue Verbindungen aufbauen. Es lohnt sich bei ihr über die SI-Gruppe Ostalb nachzufragen, ob sie die Ausstellung nicht auch woanders zeigen möchte.

    Wir waren ganz im Glück, denn so viel Unterstützung hatten wir uns gar nicht erwartet und wir haben unseren Aktionsradius deutlich erweitert.

    Der Widerstand der mutigen Menschen, allen voran den Frauen, hat hier bei uns viele Sympathien. Gleichzeitig ist dieser Widerstand Mahnung an uns, unsere demokratischen Rechte und Freiheiten zu verteidigen und zu erweitern, damit wir uns nicht solchen Verhältnissen wie im Iran wiederfinden müssen.

    Auch Saids Lesung zu seiner Ankunft in Deutschland und seinen Erfahrungen als Migrantenkind in deutschen Schulen sind Aufforderung an uns, Unterstützung für Kinder von Geflüchteten und Arbeitsmigranten zu praktizieren, denn 80 % der Förderschüler in Deutschland haben Migrationshintergrund.

    Bei Saids Vorträgen konnte man teilweise eine Stecknadel fallen hören; die Leute hörten sehr genau zu, dachten mit und stellten überlegte Fragen:

    Was nutzen parlamentarische Patenschaften für politische Gefangene im Iran?

    In welche Richtung entwickelt sich der Widerstand? Wie stark ist er überhaupt?

    Bringen Sanktionen gegen den Iran was oder werden die umgangen?

    Ist der Schah-Sohn eine mögliche Identifikationsfigur für die iranische Opposition?

    Warum macht die Bundesregierung nichts dagegen, dass der iranische Geheimdienst hier operieren kann?

    Wie konnte Said seinen Weg machen vom Flüchtlingskind zum Autor?

    Said nahm uns in seinen Antworten etliche Illusionen und sagte vor allem, dass es einen Sturz des faschistischen Mullah-Regimes als Voraussetzung dafür braucht, demokratische Strukturen herzustellen mit deren Hilfe überhaupt im Aufbau eines freien Iran ein Fortkommen sein kann.

    Organisieren: Das gilt für den Iran und hier.

    Organisierte Solidarität und Hilfe wie SI sie leistet, ist eine wichtige Unterstützung für alle Menschen, die für ein besseres, selbstbestimmtes Leben eintreten.

    Alleine schon genaue Informationen sind hilfreich, Verbindungen zwischen den Menschen, finanzielle Hilfe, die sich auf den Kampf für Selbstbefreiung richten – da steht SI auf der richtigen Seite!

    Diese Auseinandersetzung war sehr wichtig, denn sie ist ein Damm gegen Unterlegenheitsgefühle und Angst, sich zu positionieren und aktiv für einen Widerstand zu werden, der ja – nicht nur im Iran – blutig unterdrückt wird.

    Said hat es geschafft, dem Widerstand – wie die Künstlerin Claudia Hertfelder – ein Gesicht zu geben und Mut zu machen, hier selbst sinnvolle Solidarität und Hilfe zu leisten.

    Buchlesungen mit Said Boluri – rundum zu empfehlen!

    Gerne vermittelt die Bundesvertretung den Kontakt zu ihm.

    Werbematerialien – entwickelt von der Regionalgruppe Ostalb – für Lesungen findet man unter Mitmachen – SI vor Ort – Aalen oder Heidenheim

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  • Letzten Samstag auf der Bahnhofstraße in Gelsenkirchen…

    Letzten Samstag auf der Bahnhofstraße in Gelsenkirchen…

    Letzten Samstag auf der Bahnhofstraße in Gelsenkirchen: 3 Organisationen, Solidarität International (SI), MLPD und Frauenverband Courage, sammelten gemeinsam für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien 540,88 € in knapp 2 Stunden. Viele Menschen sind sehr bereit zu spenden, etliche bedankten sich, dass wir sammeln. Wichtig war die Versicherung, dass das Geld sicher ankommt: Seit Jahren haben SI und „Medizin für Rojava“eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem kurdischen Roten Halbmond, an den die Spenden über SI gehen zum Einkauf von Medikamenten und Verbandsmaterial. Wir machten immer wieder Durchsagen über Lautsprecher, riefen auf zu spenden, kritisierten die Erdoganregierung: Sie verweigert die Öffnung der Grenzübergänge nach Syrien, um schnellere Hilfstransporte zu ermöglichen. Und die führte nach dem schlimmen Erdbeben 1999 eine Erdbebensteuer ein, zog damit den Menschen 88 Milliarden Türkische Lira aus der Tasche, setzte diese aber zweckentfremdet ein, unter anderem für das Rückzahlen der Schulden beim Internationalen Währungsfonds.   Bitte spendet auf das Konto von Solidarität International (SI) e.V.
    IBAN DE86 5019 0000 6100 8005 84
    BIC FFVBDEFF Frankfurter Volksbank Stichwort: „Erdbeben Türkei/Syrien/Kurdistan“

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  • Erdbeben in der Türkei und Kurdistan: Spendenaufruf

    Erdbeben in der Türkei und Kurdistan: Spendenaufruf

    Erdbeben im Grenzgebiet Türkei/Syrien: Humanitäre Soforthilfe ist das Gebot der Stunde!

    Es werden dringend Geldspenden für Erste Hilfe benötigt!

    SI protestiert gegen die reaktionäre Ausrichtung der Hilfe durch Erdoğan und Assad und die Bombardements von Rojava: Mensch ist Mensch!

    Das schwere Erdbeben vom frühen Morgen des 6. Februar 2023 erschütterte das Grenzgebiet zwischen dem Südosten der Türkei und dem Nordwesten Syriens. Das Beben forderte inzwischen über 15.000 Todesopfer. Abertausende sind verletzt.

    Das Ausmaß der Zerstörung ist unermesslich. Viele Kinder sind unter den Opfern. Auch die unter demokratischer Selbstverwaltung stehende Provinz Rojava in Nordsyrien ist betroffen.

    Wir trauern mit den Angehörigen um die Opfer und teilen mit ihnen die Sorgen um die verletzten, verschütteten und traumatisierten Menschen, egal welcher Nationalität. Hier muss grenzübergreifende Soforthilfe direkt vor Ort organisiert werden.

    Was soll aber die heuchlerische Haltung des türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan, der Hilfe nach Wahlkampfgesichtspunkten verteilen will und kurdische Gebiete, die ebenso wie türkische Regionen vom Erdbeben betroffen sind, bombardiert? Auch in Syrien werden UN-Hilfsmaßnahmen durch die Assad-Regierung behindert und vorzugsweise in dem Regime genehme Regionen verteilt. Solidarität International e.V. (SI) protestiert gegen diese faschistische „Hilfspolitik“!

    Während alle Großmächte, USA, Deutschland und Russland von Hilfe für die Erdbebenopfer reden, schaffen alle schweres Gerät in die Ukraine. Im Erdbebengebiet suchen die Menschen dagegen mit bloßen Händen in den Schutthalden nach weiteren Überlebenden. Schluß mit Kriegstreiberei! Sofortiger Waffenstillstand! Internatioal koordinierte Hilfe für die Menschen im Erbebengebiet in der Türkei und in Kurdistan!

    SI bittet um Geldspenden, denn Notfallmedikamente, Verbandsmaterial und anderes müssen direkt vor Ort gekauft werden. SI arbeitet dazu mit dem kurdischen roten Halbmond, Heyva Sor a Kurdistanê, zusammen. Mit Heyva Sor gibt es einen erfahrenen und umsichtigen Partner, mit dem die Mitgliedsorganisation in Solidarität International e.V. (SI), „Medizin für Rojava“, bereits erfolgreich zusammengearbeitet hat, zuletzt bei der Versorgung der Geburtsklinik in Kobanê zur Unterstützung deren laufenden Betriebs.

    Spenden bitte auf das Konto von Solidarität International (SI) e.V.

    IBAN DE86 5019 0000 6100 8005 84

    BIC FFVBDEFF

    Frankfurter Volksbank

    Stichwort: „Erdbeben Türkei/Syrien/Kurdistan“

    Anmerk. zum Spendenstichwort: Aufgrund von Hinweisen von Menschen mit Verbindungen in die Region, haben wir das Stichwort erweitert.

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  • Lied für Salih

    Lied für Salih

    Salih beteiligte sich aktiv am Befreiungskampf gegen den französischen Imperialismus in Algerien und musste 1958 fliehen. In der BRD führte er den Kampf weiter. Solidarisch aufgenommen wurden er und seine Genossen in der DDR, doch  nach und nach lernte  er mit der MLPD den Verrat des Sozialismus dort zu durchschauen. Seit vielen Jahren ist er der zuverlässige Sammler für Spenden bei der Berliner Montagsdemo gegen die Hartz-Gesetze und hält dort die Fahne von Solidarität International hoch. Dieses Jahr wurde er 82, deshalb dies Lied. Das Lied im Ursprungstext für Mohamed aus Algerien ist im Nümmes-Liederbuch und erhältlich auch auf CD bei www.nuemmes.de

    Salih-Gedicht.pdfSalih-Lied.pdf

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  • Drei Buchlesungen – „Der Himmel über der Grenze“ mit SI in Baden-Württemberg

    Drei Buchlesungen – „Der Himmel über der Grenze“ mit SI in Baden-Württemberg

    Hochaktuell: Said Boluri beschreibt in seinem kürzlich erschienen Buch seine Flucht aus dem Iran Anfang der 1990er Jahre und verbindet seine persönlichen Erfahrungen mit dem Geschehen im Land heute.

    Jetzt konnte Said für eine Rundreise zur Buchvorstellung und Diskussion über die Situation im Iran gewonnen werden. Er ist vom 10. bis 12. Februar an folgenden Orten:

    Freitag, 10. Februar 2023 – 20:00 Uhr Schwäbisch Hall

    Goethe-Institut Raum 4, Im Spitalbach – Schwäbisch Hall – Einlass 19:30 Uhr

    Samstag, 11. Februar 2023 – 18:00 Uhr Schwäbisch Gmünd

    a.l.s.o. Kulturcafé – Goethestraße 65 – 73525 Schwäbisch Gmünd

    Sonntag, 12. Februar 2023 – 11:00 Uhr Aalen

    UtopiAA – An der Stadtkirche 18 – Aalen

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  • Danke von der Schachschule an SI

    Danke von der Schachschule an SI

    Freunde und Freundinnen von Solidarität International:

    Zunächst einmal hoffen wir, dass es euch gut geht und wünschen ein frohes neues Jahr.

    Als Kollektiv haben wir darüber diskutiert, wie wir die von eurer Organisation gespendeten Gelder (224 € / 950.000 COP) am besten nutzen können.

    Am Ende des Jahres machen wir immer eine Abschlussveranstaltung mit der Gemeinschaft und wir haben beschlossen, ein Fußball-und Schachturnier in Verbindung mit einer Volksküche (Solidarischer Eintopf) und anderen Integrationsaktivitäten zu veranstalten.

    Zu Beginn unserer Arbeit in dieser Gemeinschaft war nur ein Raum für Schachunterricht geöffnet, aber wir haben schnell festgestellt, dass:

    1. Kinder haben viel Energie, die kanalisiert werden muss

    2. Kinder brauchen auch körperliche Bewegung, lernen, mit ihrem Körper umzugehen, ihn zu trainieren und sich mit Gesundheitsfragen auseinanderzusetzen.

    Schach hat 5 (Angelpunkte)Achsen:

    – technisch

    – theoretisch

    – taktisch

    – Psychischer Aspekt (wo wir die Gelegenheit nutzen, mit den Kindern über das soziale Zusammenleben, Lebensplanung u.a. zu sprechen)

    – Körperlicher Aspekt

    Aus diesem Grund wurde das Schachlernen auf Fußball-, Rugby- und Hallenfußballkurse ausgedehnt.

    Für dieses Lernen und Begleiten ist es notwendig, Betreuer/innen zu haben, deshalb suchten wir Kinder aus der gleichen Gemeinde, die soziale Verantwortung übernehmen wollen.

    Bei der Fußballschule heißt der Ausbilder Martin, der als Schachschüler angefangen hat und sich in seinem Training zum Anführer entwickelt hat und zur Gruppe gehört.

    Unsere Vision ist die Notwendigkeit, einen gesellschaftlichen Einfluss auszuüben, die Menschen in der Gemeinschaft dazu zu bringen, sich zu organisieren und für ihre Bedürfnisse zu arbeiten, verschiedene Organisationsformen zu haben und dass dies als Werkzeug für die ideologische und politische Befähigung dient.

    Im Rahmen der Abschlussfeiern (17. Dezember) wurden übergeben:

    10 professionelle Schachspiele, darunter ein spezielles Schachbrett für Blinde

    11 Fußballtrikots (250.000 Pesos)

    und ein Solidarischer Eintopf (Linsen, Reis, Kartoffeln und Wurst) wurde für alle Teilnehmer zubereitet.

    Die Leute in der Community, die noch nichts von euch gehört hatten, waren sehr überrascht. Es gab alle möglichen Reaktionen, die Leute haben sogar gefragt, wo Deutschland liegt, also haben wir ihnen die Lage auf der Karte gezeigt. Andere Menschen, die schon von dem Land gehört haben, haben eine Vorstellung davon, dass Deutschland die „erste Welt“ ist und dass die Menschen keine Sorgen im Leben haben und dass es

    keine Solidaritätsaktionen aus der Bevölkerung gibt und dass die Menschen in Deutschland keine Möglichkeit haben, zu erfahren was die Schachschule in Kolumbien in ihrer ärmlichen Nachbarschaft tut.

    Also erklärten wir ihnen im Detail, wer Solidarität International ist, wie sie arbeitet, wie sie Geld für Spenden sammelt, dass sie eine internationalistische Organisation zur Förderung der Völkerfreundschaft ist. Wir zeigten ihnen Fotos von euch, von euren Veranstaltungen, von den Marmeladen und Postkarten etc.

    Sie erkannten, dass wir ähnliche Aktivitäten durchführen, um Geld zu sammeln, dass ihr euch auch als Freiwillige für eine bessere Gesellschaft einsetzt. Dass die Lebensbedingungen sehr unterschiedlich sind, wir aber hier, wie dort im gleichen Sinne der Solidarität arbeiten.

    Die Menschen waren sehr glücklich und dankbar. Aber auch sehr überrascht. Es ist nicht üblich, dass sie von einer Organisation wie eurer mit eurer Arbeitsweise und eurem solidarischen Handeln unterstützt werden.

    Ein wichtiger Punkt war, dass ein Vertreter eurer Organisation anwesend war, denn so bekam SI vor der Community ein Gesicht und nicht nur den Überweisungsbeleg. Auch, dass wir eure Fotos, euer Programm auf Spanisch und den Artikel über unsere Arbeit, der im SI-Magazin erschienen ist, gezeigt haben. Obwohl wir kein Deutsch verstehen, haben sie aber mitbekommen, dass wir sogar in der Zeitung erschienen sind.

    Wir möchten uns noch einmal für eure Solidarität bedanken und hoffen, dass unsere Freundschaft weiterwächst.

    Wir schicken euch Fotos von unserer Veranstaltung und wenn ihr mehr Informationen zu den Ausgaben oder einem anderen Thema wünscht, schicken wir euch gerne einen genaueren Bericht.

    Viele solidarische Grüße

    Das KIRIUS-Kollektiv

    MODEP

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  • Said Boluri liest aus seinem Buch „Der Himmel über der Grenze“ und berichtet über den Iran heute:

    Said Boluri liest aus seinem Buch „Der Himmel über der Grenze“ und berichtet über den Iran heute:

    Freitag, 17. März 2023 – 19:00 Uhr – Einlass 18:30

    Eintritt frei, um Spende wird gebeten

    Begegnungsstätte Hirsch, Hirschgasse 9, Tübingen

    Weitere Infos HIER<<<<

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  • Reisebericht unseres Kontaktes in Kolumbien

    Reisebericht unseres Kontaktes in Kolumbien

    Gleich vorneweg, der Weg zum Treffpunkt hatte seine Tücken.

    Das Viertel heißt Cazucá und liegt in den Bergen südlich von Bogotá. Der Transport in diesem Gebiet ist schwierig, selbst wenn man mit dem Motorrad fährt, so wie ich es gemacht habe. Auch die Kommunikation mit der Außenwelt ist schwierig, weil es im Viertel keinen ausreichenden Empfang gibt.

    Als ich ankam, traf ich jedoch auf sehr herzliche Menschen. Unter ihnen Lehrer, die sich auch in ihrer Freizeit für die Jugendlichen des Viertels engagieren, sowie fröhliche Kinder, die an einem Sonntag Schachtechniken lernen oder Fußball spielen. Früher spielten sie (die Kinder) auch Rugby auf einem nahegelegenen Feld. Jedoch ist dies aufgrund der Bandenkriege zwischen den Vierteln nun nicht mehr möglich, weil es kein sicherer Ort mehr ist. 15 Tage zuvor war sogar das Feld, auf dem wir uns befanden, Schauplatz einer Schießerei gewesen.

    Sie besitzen sehr wenig. Obwohl sie nur wenige Schachbretter haben, gewinnen sie dennoch Schachmeisterschaften. Auch Fußballmeisterschaften gewinnen sie, obwohl die meisten von ihnen nur behelfsmäßige Trikots tragen.

    Die Organisation arbeitet hier seit Jahren und hat es geschafft, sich auf drei, manchmal sogar vier Stadtteile auszudehnen. Früher hatten sie eine eigene Zentrale, aber sie wurden häufig von anderen sozialen und sogar politischen Gruppen angegriffen. Ihr Sitz wurde verwüstet und sie wurden sogar ausgeraubt, so dass sie ohne ihre Tonausrüstung dastanden. Als die Pandemie ausbrach, verloren sie ihr Hauptquartier vollständig.

    Die Organisation hat erreicht, Kinder und Jugendliche vor den Banden und der kriminellen Welt zu retten und ihnen eine neue Welt zu zeigen, eine Welt der Bildung, des Sportes und des kritischen Denkens. Einige dieser geretteten Kinder sind heute Lehrer, die für die Organisation arbeiten. Sie sind ein lebendes Beispiel und Vorbild für andere Kinder, die mitmachen wollen.

    Trotz der soziopolitischen Schwierigkeiten des Ortes, des Konflikts zwischen den Vierteln, der Armut und den begrenzten Möglichkeiten, spürte man in diesem Park eine ganz eigene Energie. Sie war geprägt von glücklichen Kindern, von Gemeinschaft, Unterstützung und Zusammenhalt.

    Die Organisation braucht mehr Anerkennung und noch mehr Einfluss. Es ist auch wichtig, dass mehr Menschen in der Stadt von ihr wissen und sich ihr annähern. Gleichzeitig braucht die Organisation aber auch finanzielle Unterstützung, um ihre Arbeit fortführen zu können.

    Nachdem der Unterricht beendet war, gingen die Kinder nach Hause. Anschließend landeten die Lehrer und ich in einer Bäckerei. Bei Kaffee und Brot und diskutierten wir über politische Themen, über die kolumbianischen Rechte und Linke Parteien und über historische Fakten des Landes. Einig waren wir uns alle in dem Punkt, dass die Regierung mehr öffentliche sozialpolitische Maßnahmen zur Unterstützung dieser Gemeinschaften ergreifen muss.

    SI-Braunschweig

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  • Spendenaufruf:

    Spendenaufruf:

    Erdbeben im Grenzgebiet Türkei/SyrienHumanitäre Soforthilfe ist das Gebot der Stunde!

    Die Bundesvertretung von SI ruft zu Spenden für die Erdbebenopfer im Grenzgebiet der Türkei und Syriens auf:

    Es werden dringend Geldspenden für Erste Hilfe benötigt!

    Ein schweres Erdbeben am frühen Morgen des heutigen 6. Februar 2023 erschütterte das Grenzgebiet zwischen dem Südosten der Türkei und dem Nordwesten Syriens. Das Beben mit der Stärke 7,4 und das Nachbeben der Stärke 7,9 forderten bis zum Abend mindestens 2.500 Todesopfer. Tausende Menschen sind verletzt, nach Überlebenden wird zum Teil mit bloßen Händen gegraben. Das Ausmaß der Zerstörung ist nicht zu ermessen. Viele Kinder sind unter den Opfern. Auch die unter demokratischer Selbstverwaltung stehende Provinz Rojava in Nordsyrien ist betroffen.

    Wir trauern mit den Angehörigen um die Opfer und teilen mit ihnen die Sorgen um die verletzten, verschütteten und traumatisierten Menschen.

    Hilfe ist dringend nötig, um Notfallmedikamente und Verbandsmaterial direkt vor Ort einzukaufen.

    Eine Zusammenarbeit mit dem kurdischen roten Halbmond, Heyva Sor a Kurdistanê, wird dazu organisiert. Mit Heyva Sor gibt es einen erfahrenen und umsichtigen Partner, mit dem die Mitgliedsorganisation in Solidarität International e.V. (SI), „Medizin für Rojava“, bereits erfolgreich zusammengearbeitet hat, zuletzt bei der Versorgung der Geburtsklinik in Kobanê zur Unterstützung deren laufenden Betriebs.

    Spenden bitte auf das Konto von Solidarität International (SI) e.V.

    IBAN: DE86 5019 0000 6100 8005 84

    BIC: FFVBDEFF

    bei der Frankfurter Volksbank

    Stichwort „Erdbeben Kurdistan“

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