Kategorie: Palästina

  • Keine Kriminalisierung humanitärer Hilfe für Gaza !

    Keine Kriminalisierung humanitärer Hilfe für Gaza !

    Die Bundesvertretung von Solidarität International e.V. (SI) schließt sich mit einer Erklärung dem internationalen Protest gegen die Kaperung des Hilfsschiffes Handala durch die israelische Armee an.

    Keine Kriminalisierung humanitärer Hilfe für Gaza !

    Die Bundesvertretung von Solidarität International (SI) e.V. schließt sich dem weltweiten Protest gegen das illegale Kapern des Schiffes „Handala“ durch die israelische Armee in internationalem Gewässer an. „Handala“ gehört zur Freedom Flotilla Coalition und war mit humanitären Hilfsgütern nach Gaza unterwegs.

    Das Schiff wurde am 26. Juli in internationalen Gewässern von der israelischen Armee gestürmt und gekapert, die Ladung beschlagnahmt. Der Besatzung wurden die Kommunikationswege zer-stört, um die Berichterstattung über den Vorfall zu ver- und zu behindern. Die Aktivisten, die fried-lich und unbewaffnet waren, wurden in ein israelisches Gefängnis verschleppt. Inzwischen sind aber aufgrund des starken internationalen Drucks alle Besatzungsmitglieder wieder auf freiem Fuß.

    Wir fordern den Durchlass des Schiffes nach Gaza, die Freilassung und vollständige Rehabilitierung der 19 Crew-Mitglieder und der beiden sich an Bord gewesenen Journalisten. Sie haben keinerlei Gesetze verletzt und in bester Absicht gehandelt.

    Die „Handala“ ist weiterhin festgesetzt, Hilfsgüter für die notleidende palästinensische Bevölkerung in Gaza werden vorenthalten. Diese Kriminalisierung der Aktivisten und der humanitären Hilfe ist ein Skandal!

    Was soll daran kriminell sein, für die Freiheit von Palästina und die Zukunft der Kinder in Gaza einzutreten?

    Der Zugang für humanitäre Hilfe muss mit internationalem Druck gegen die Regierungspolitik durchgesetzt werden. Die Menschen haben das Recht für ein freies und selbstverwaltetes demo-kratisches Palästina einzutreten und müssen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen können.

    Solidarität International (SI) e.V. unterstützt die Forderung nach sofortiger Öffnung humanitärer Korridore für die Versorgung der Menschen in Gaza durch die UN und für einen sofortigen Waffen-stillstand. Waffenlieferungen nach Israel müssen sofort gestoppt werden!

    Wir kritisieren die Regierung Deutschlands, dass sie Beihilfe leistet zu Kriegsverbrechen. Deshalb unterstützt SI die Klage gegen den Sicherheitsrat der jetzigen und letzten Bundesregierung.

    Spenden erbeten

    – Für die akute Nothilfe in Gaza unter dem Stichwort „Gaza soll leben“

    – Für den geplanten Prozess gegen die Bundesregierung unter dem Stichwort „Gaza Prozesse“

    jeweils auf das Spendenkonto von Solidarität International (SI) e.V.

    Frankfurter Volksbank – IBAN: DE 86 5019 0000 6100 8005 84

    Renate Radmacher, Armin Kolb, Ute Kellert

    – Sprecher*innen der Bundesvertretung SI –


    Handala ist das arabische Wort für eine giftige Pflanze mit bitteren Früchten, die nach dem Schneiden trotzig immer wieder nachwächst und tiefe Wurzeln hat. Somit wurde diese Figur Symbol der palästinensischen Identität. (Cartoon: Handala; Zeichner Naji al-Ali, 1973)

  • „Ein Schrei vor dem Tod“

    „Ein Schrei vor dem Tod“


    Aufruf der Arbeiter/innen von Gaza an die Arbeiter/innen und Gewerkschaften der ganzen Welt: „Schrei vor dem Tod“. Die Erklärung der Arbeiter von Gaza, veröffentlicht vom Allgemeinen Gewerkschaftsbund Palästinas, richtet sich an die Arbeiter und Gewerkschaften der ganzen Welt.

    „Der israelische Krieg hat 80 % der Häuser in Gaza zerstört, alle Fabriken, Werkstätten und Lebensgrundlagen und der größte Teil der landwirtschaftlichen Flächen wurden dem Erdboden gleichgemacht.

    • Wir wenden uns heute erneut an Sie, nicht nur als Opfer, sondern als Arbeiter in Palästina: als untrennbarer Teil der Volks- und Arbeiterklassen dieser Welt, die für Gerechtigkeit, Befreiung und Würde kämpfen. Und wir rufen Sie auf:

    • Das Schweigen und die Komplizenschaft zu brechen, Ihre Stimme in Ihren Gewerkschaften und Verbänden zu erheben und die Politik der Aushungerung, Belagerung und Massaker in Gaza anzuprangern.

    • Ihre Regierungen dazu zu drängen, Waffenabkommen und militärische Zusammenarbeit mit der Besatzungsmacht zu beenden und Sanktionen gegen das zionistische Kolonialregime und das Apartheidregime zu verhängen.

    • Boykottiert Unternehmen, die die Besatzung unterstützen, und zieht Gewerkschaftsinvestitionen aus allen Unternehmen, Institutionen oder Einrichtungen zurück, die an der Finanzierung oder den Profiten des Krieges beteiligt sind.

    • Organisieren Sie Tage des Zorns und der weltweiten Solidarität in Fabriken und Werkstätten, in Häfen und Flughäfen, auf Straßen und öffentlichen Plätzen, um Palästina und sein tapferes Volk zu unterstützen.

    • Wir richten einen besonderen Appell an die Gewerkschaften der Seeleute und Hafenarbeiter und fordern Sie auf, sich zu weigern, „israelische” Schiffe oder solche, die zionistische Häfen anlaufen, zu be- oder entladen und jede Form der maritimen oder kommerziellen Zusammenarbeit mit den Werkzeugen des Krieges und der Belagerung einzustellen. Eure starken Hände und Euer waches Bewusstsein sind in der Lage, den Mechanismus der Vernichtung zu stoppen und die Todesmissionen nach Palästina zu beenden. Zeigt der ganzen Menschheit die Kraft der kämpfenden Arbeiterklasse, wenn sie sich vereint zur Verteidigung der Gerechtigkeit und der menschlichen Werte erhebt.

    Wir begrüßen mit Stolz und Dankbarkeit unsere Genossen, die Hafenarbeiter in Griechenland, für ihre moralische und mutige Haltung und ihre führende Rolle beim Boykott der „israelischen” Schiffe und bei der Ablehnung der Mittäterschaft an Kriegsverbrechen. Wir begrüßen auch die Gewerkschaften in Norwegen, Spanien, Frankreich, Kanada und anderswo für ihre Vorreiterrolle bei der konkreten Solidarität mit unserem Volk durch den Boykott der Besatzungsinstitutionen.

    • • Wir rufen alle Gewerkschaften weltweit dazu auf, ihre Verbindungen zur sogenannten „Histadrut“ abzubrechen, der zionistischen Organisation, die behauptet, der Arbeiterklasse anzugehören, während sie sich an der Belagerung der palästinensischen Arbeiter beteiligt, den Völkermord in Gaza rechtfertigt und ein integraler Bestandteil des israelischen Besatzungsapparats ist.

    Genossinnen und Genossen, was heute in Gaza geschieht, ist ein Verbrechen der Massenvernichtung vor den Augen der ganzen Welt: Sein Ziel ist es, uns zu vertreiben und aus unserem Land zu vertreiben. […] Es wird begangen, um uns zu unterwerfen, indem unsere Lebensgrundlagen und unsere Menschenwürde zerstört werden. Doch verfügen die Arbeiterklassen und ihre freien Gewerkschaften auf der ganzen Welt über ein Erbe an Geschichte, Kraft und Mut, das ausreicht, um diese verbrecherische Politik zu besiegen, wenn sie sich zusammenschließen und ihre Stimme gegen Kolonialismus, dem Zionismus und der Brutalität des Kapitalismus erheben.

    Wir versprechen Ihnen: Wir werden die Universitäten, Schulen, Einrichtungen und Fabriken von Gaza wieder aufbauen, wie wir es nach jedem amerikanischen und zionistischen Vernichtungskrieg immer getan haben. Und wir werden unser unerschütterliches Engagement fortsetzen, egal wie groß die Schwierigkeiten und Herausforderungen auch sein mögen.

    Lasst uns unsere Wut in Taten und unsere Solidarität in konkrete Haltung umwandeln. Lasst uns die Politik des Aushungerns brechen und die Fahne des Arbeiterkampfes für Gerechtigkeit hissen – für ein freies Palästina, vom Fluss bis zum Meer.“

    SI unterstützt die humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung in Gaza und die Klage gegen die Regierung der Bundesrepublik Deutschland wegen Mittäterschaft bei Kriegsverbrechen durch die israelische Armee. Hier kann man spenden:


    Kontoinhaber: Solidarität International e.V.

    IBAN: DE11 5019 0000 6100 8005 84 bei der Frankfurter Volksbank Rhein/Main

    Spendenstichwort humanitäre Soforthilfe: Gaza soll leben

    Spendenstichwort für die Klage: Gaza Prozesse

  • SI-Flyer für „Gaza soll leben“ überarbeitet

    SI-Flyer für „Gaza soll leben“ überarbeitet

    Der Flyer von SI zur Spendensammlung „Gaza soll leben“ ist aktualisiert worden und steht zum Download und Ausdruck bereit. Alternativ kann er in gedruckter Version beim SI-Büro bestellt werden. Kosten 10ct pro Flyer + Portokosten (Adresse s. Fußleiste).

    Mit der unvorstellbaren Grausamkeit der israelischen Armee im Gaza-Streifen, mit Aushungern, Erschießen von Menschen, die sich an die Essensausgabezentren schleppen, ständigem Umherscheuchen der Menschen, wächst der Wunsch, gegen diese Menschenverachtung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit etwas zu tun. Viele Menschen wollen helfen. Uns erreichen Meldungen, dass die Spendenbereitschaft für „Gaza soll leben“ enorm gewachsen ist, dass sich Menschen bei den Sammlern bedanken, sich umarmen, weiter aktiv werden wollen.

    Daraus ist das Bedürfnis der SI-Gruppen nach aktuellem Infomaterial entstand. Deshalb haben wir unseren Flyer „Gaza soll leben“ aktualisiert. Vor allem die Bemühungen um eine Klage gegen die Bundesregierung wegen Beihilfe zu Kriegsverbrechen und auf Schadensersatz wegen der Zerstörung von medizinischem Gerät und Hilfsmitteln, wurden aufgenommen. Tatächlich stehen alle Hilfsorganisationen vor einem Präzedenzfall: Wurde bisher in Kriegs- und Krisengebiete mit breit angelegter TV-Werbung, einheitlichen Spendenkonten, glamourösen Spendengalas und viel Prominenz die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung geweckt und organisiert, stehen in Gaza die Hilfsorganisationen aktuell praktisch vor einer vollständigen Blockade. Ihre humanitäre Tätigkeit wird durch die deutsche „Staatsräson“ ins Leere laufen gelassen.

    Bei SI sind seit Ende 2023 etwa 202.000 EUR an Spenden für „Gaza soll leben“ eingegangen. Auf Wunsch der Al-Awda-Gesellschaft in Gaza, an die die Spenden für die Gesundheitsversorgung gehen, wird seit Anfang Juni die Hälfte für den Krankenhausneubau zurück gelegt. Zu Gaza ist die eindeutige Antwort, dass sie die Gelder derzeit erhalten und auch nutzen können, trotz der Blockade der israelischen Armee. SI verbürgt sich, dass die Spenden zu 100% an die Al-Awda-Gesellschaft und für deren Arbeit im Gesundheitswesen weitergeleitet werden. Die Spendensammlungen sind nach wie vor wichtig und ein bedeutendes Zeichen der internationalen Solidarität.

  • B’Tselem: Tödliches Feuer in Gaza-Hilfszentren geht weiter!

    B’Tselem: Tödliches Feuer in Gaza-Hilfszentren geht weiter!

    Wir von SI-Ostalb nehmen regelmäßig an der wöchentlichen Gaza-Mahnwache „Ostalb für Gaza“ im Zetrum von Schwäbisch Gmünd teil. Die Mahnwache hat sich durch ihre Beständigkeit einen Namen gemacht und ist für immer mehr Menschen Anlaufstelle für ihren Protest gegen den Völkermord an den Palästinensern und die Waffenlieferungen der deutschen Regierung für diese Kriegsverbrechen. Die Redner am offenen Mikrofon gehen meistens auf die aktuelle Situation ein, bringen ein Thema aus der Geschichte oder Hintergrundberichte. Armin von der Bundesvertretung von SI las einen kurzen Bericht der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem vor, der die gezielte Tötung von Menschen, die zu den Hilfszentren für Nahrung gehen, dokumentiert. B’Tselem geht es auch darum, dass das Schicksal der Menschen in Gaza nicht hinter dem Krieg zwischen Israel und Iran verschwindet:

    Aktueller Bericht der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem: Tödliches Feuer in Gaza-Hilfszentren geht weiter!

    Von der Nacht vom 13. auf den 14. Juni, als Israel seinen Angriff auf den Iran begann, bis zum 19. Juni tötete das israelische Militär mindestens 601 Menschen im Gazastreifen, die meisten von ihnen bei Luftangriffen. Etwa 195 Menschen wurden getötet, als sie versuchten, Hilfspakete zu erhalten. Wie die Vereinten Nationen warnten, sind die Hilfszentren „ein Feigenblatt für weitere Gewalt und Vertreibung der Palästinenser … Es ist ein zynischer Nebenschauplatz. Eine absichtliche Ablenkung.“

    Die Kombination aus vorsätzlichem Massenhunger und einer manipulativen Strategie, die darauf abzielt, die BEvölkerung gemäß den Besatzungsplänen der Armee umzusiedeln, erweist sich als Todesfalle für die Bewohner des Gazastreifens, denn jeden Tag tötet das israelische Militär massenhaft hungernde, verzweifelte Menschen.

    13.6. Mindestens 35 Tote, darunter 3 in Hilfszentren

    14.6. Mindestens 109 Tote, davon 22 in Hilfszentren

    15.6. Mindestens 87 Tote, davon 16 in Hilfszentren

    16.6. Mindestens 59 Tote, davon 33 in Hilfszentren

    17.6. Mindestens 111 Tote, davon 68 in Hilfszentren

    18.6. Mindestens 88 Tote, davon 31 in Hilfszentren

    19.6. Mindestens 112 Tote, davon 22 in Hilfszentren

    Stopp aller deutschen Waffenlieferung für diese Kriegsverbrechen!

    Freier Zugang für Hilfsorganisationen zur Trinkwasser-, Nahrungs- und medizinischen Versorgung!

  • Al-Awda brennt! Sofortiger Waffenstillstand!

    Al-Awda brennt! Sofortiger Waffenstillstand!

    Wir haben nicht damit gerechnet so schnell wieder loszuziehen: aber die israelische Armee hat das Al-Awda Krankenhaus in Tal al-Zatar im Gazastreifen angegriffen! Daher wurde wieder kurzfristig eine Spendensammlung in der Fußgängerzone organisiert. Auch um auf die katastrophale Situation im Gazastreifen aufmerksam zu machen, die immer unerträglicher wird. Wieder konnten wir fast 300,- Euro einnehmen. Diesmal haben wir musikalische Unterstützung von Margitta und Ursel bekommen, die unter anderem „We will not go down“ vorgetragen haben. Dadurch hat unsere Spendensammlung mehr Aufmerksamkeit bekommen, das war super!

    Toll war auch, dass eine Freundin, die im Nachhinein davon erfahren hat direkt 40,- gespendet hat. Es lohnt sich immer eine Aktion durchzuführen!

    Direkt am nächsten Tag fand unser Vorbereitungstreffen für das Schwörfest bei Margitta und Michael im Garten statt. Wir konnten draußen sitzen und grillen und die Kinder konnten am Bach spielen. Es gab ein reichhaltiges Buffet. Es wurde beschlossen am Stand natürlich über SI zu informieren aber den Schwerpunkt vor allem auf die Situation in Gaza zu richten. Auch unser Sponsorenessen im Juli im ABZ Süd werden wir für Gaza ausrichten. Für das Schwörfest hat sich schon die ABZ Band als Unterstützung angekündigt. Wer also die Band hören möchte sollte unbedingt am 05.07. nach Esslingen kommen. Unser Stand geht bis 14 Uhr. Es wurden schon einige Essensspenden für das Sponsorenessen angekündigt, jetzt müssen wir Werbung unter unseren Freunden und Mitgliedern machen, damit das Essen und der Stand beim Schwörfest ein voller Erfolg werden.

  • Flohmarkt für „Gaza soll leben“

    Flohmarkt für „Gaza soll leben“


    In Schwäbisch Gmünd führen wir seit Anfang 2024 samstags die Mahnwache „Ostalb für Gaza“ durch. Inzwischen hat sie 60 mal stattgefunden. Regelmäßiger Bestandteil ist unsere Spendensammlung für „Gaza soll leben“. Am Samstag, 17. Mai 2025 hat unsere Mitstreiterin Büsra mit ihrer Familie einen Flohmarkt durchgeführt. Sein Erlös von 630 Euro kam ebenfalls „Gaza soll leben“ zugute. Wir sprachen mit Büsra:

    Armin: Büsra, wie seid ihr auf die Idee mit dem Flohmarkt gekommen?

    Büsra: Auf die Idee, einen Flohmarkt zu veranstalten, sind wir gekommen, weil wir in den letzten Jahren schon mehrfach Flohmärkte organisiert haben und mittlerweile wirklich Freude daran gefunden haben. Dieses Mal haben wir uns entschieden, den Erlös für Gaza zu sammeln, da die Menschen dort dringend Unterstützung brauchen. Es ist wirklich schön, dort zu stehen und vor allem für einen guten Zweck aktiv zu sein – jede Sekunde, die man dabei verbringt, fühlt sich sinnvoll an.

    Armin: Ihr habt an einem großen Flohmarkt teilgenommen, wo sich Leute mit allem möglichen eindecken. Wie haben die „Kunden“ auf euren Stand reagiert?

    Büsra: Als mein Papa vorgeschlagen hat, auf dem Flohmarkt deutlich zu machen, dass das Geld für Gaza gespendet wird, war ich zunächst skeptisch und fragte mich, ob wir dadurch überhaupt noch etwas verkaufen würden. Doch gemeinsam haben wir beschlossen, dass uns der finanzielle Gewinn nicht an erster Stelle steht – viel wichtiger ist es, für etwas einzustehen, woran wir wirklich glauben. Dieses Gefühl war von Anfang an richtig.

    Die Reaktionen der Menschen waren großartig. Viele Passanten haben uns mit einem Daumen hoch ermutigt, manche haben sogar extra mehr gekauft, um uns zu unterstützen. Einige haben uns einfach so Geld zugesteckt – zwanzig oder zehn Euro – ohne etwas zu kaufen. Andere wollten zunächst handeln, sahen dann das Schild „Spende Gaza“ und haben daraufhin auf das Handeln verzichtet.

    Besonders schön war auch, dass die beiden Flohmarkt-Ordner keine Miete für unseren Stand verlangt haben.

    Viele Menschen suchten außerdem das Gespräch mit uns – über das Leid in Gaza und darüber, wie Deutschland dort beteiligt ist. Viele sprachen von den Bildern der betroffenen Kinder und waren froh, dass es einen Raum gab, um offen über Themen zu sprechen, die sie innerlich bewegen. Anfangs waren die Gespräche eher zurückhaltend – fast vorsichtig – aber je länger wir dort standen, desto mehr hat es sich angefühlt, als würde unser Stand wie ein Magnet wirken, der die Menschen angezogen hat.

    Armin: Hat es inhaltliche Diskussionen gegeben?

    Büsra: Es gab keinerlei Diskussionen oder negative Kommentare – im Gegenteil: Viele Menschen zeigten echtes Interesse, wollten wissen, wer wir sind und fragten nach, wohin das Geld genau fließt und ob das Geld denn überhaupt dort ankommt, wenn die Grenzen geschlossen sind. Es war eher der Wunsch da, mehr über die Aktion zu erfahren.

    Unsere Antwort darauf war, dass wir wissen, dass die Grenzen nach Gaza momentan weitgehend geschlossen sind – aber dass die Spende natürlich zu 100 % dort ankommen soll, wo sie gebraucht wird. Sobald es möglich ist, wird das Geld weitergeleitet. Wichtig ist, sich von solchen Hindernissen nicht vom Helfen abhalten zu lassen. Gerade jetzt brauchen die Menschen in Gaza jede Unterstützung und es wäre falsch, aus Unsicherheit gar nichts zu tun. Jede Spende zählt – selbst wenn sie erst später ihr Ziel erreicht.

    Armin: Was kannst du noch zu eurem Flohmarkt sagen?

    Büsra: Ich fand den Tag wirklich schön und kann mir gut vorstellen, so einen Flohmarkt wieder zu machen. Mein Papa ist sogar schon dabei, den nächsten zu planen. Wir freuen uns auch über Sachspenden – also gut erhaltene Dinge, die man gut verkaufen kann. Vielen Dank an alle, die uns solche Sachen gebracht haben! Ohne euch wäre sicher nicht so viel Geld zusammengekommen – nur mit unseren eigenen Sachen hätten wir das nicht geschafft.

    Ich – und auch wir als Familie – sind sehr dankbar, dass wir ein Teil dieser Hilfe für Gaza sein dürfen. Besonders möchten wir uns bei der Gruppe „Ostalb für Gaza“ bedanken. In ihrem Namen haben wir auf dem Flohmarkt gestanden. Sie setzen sich seit fast zwei Jahren regelmäßig für Gaza ein und sie ist hier in Gmünd eine starke Stimme geworden. Es ist schön, ein Teil davon zu sein und gemeinsam etwas bewegen zu können.

    Armin: Vielen Dank für eure Initiative und das Gespräch.

  • Al-Awda brennt! Sofortiger Waffenstillstand!

    Al-Awda brennt! Sofortiger Waffenstillstand!

    Am Donnerstag, 22.Mai.2025, um 2:00 Uhr, zielen israelische Panzer zum zweiten Mal auf die Abteilung für Spezialchirurgie im Al-Awda-Krankenhaus Tal Al-Zaatar und schießen weiterhin auf die Krankenhausgebäude, verletzen Wasser- und Dieseltanks. Inzwischen erreichte uns der aufrüttelnde Hilferuf von Dr. Rafaat, Generaldirektor des Al-Awda Krankenhauses in Gaza:

    Al-Awda brennt!

    Dr. Rafaat ist der Generaldirektor des Al-Awda Krankenhauses in Gaza und der persönliche Unterzeichner des Solidaritätspaktes mit der Internationalen Koordinierung revolutionärer Organisationen und Parteien, ICOR (ICOR und Al Awda haben die Spendensammlung „Gaza soll leben“ initiiert, a.d.R.). Ursache des Brandes ist der anhaltende bestialische Beschuss durch das Militär der zionistisch-faschistischen Regierung Israels. Dem ging voraus, dass im Laufe des barbarischen Krieges sämtliche Notfallzentren von Al-Awda zerstört, Ärzte und Sicherheitspersonal mitten in der Arbeit durch Panzerbeschuss oder Scharfschützen gezielt ermordet und die Krankenhäuser beschädigt wurden. Der jetzige Beschuss und die Provokation des Brandes zielen auf die völlige Vernichtung dieser bedeutenden Gesundheitseinrichtung im Rahmen des Genozids an allen Palästinenserinnen und Palästinensern.

    Jetzt sind wir alle gefordert, im Geiste unseres Solidaritätspaktes umgehend noch verstärkt und weltweit tätig zu werden:

    Demonstriert – wo immer ihr seid und egal wie viele oder wenige ihr seid: Am 18. Mai protestierte das ICC (Internationales Koordinierungskomitee von ICOR) in Berlin und zeitgleich demonstrierten 120.000 Menschen in Den Haag mit roten Kleidern und unter dem Motto »Die rote Linie ist überschritten«. Tut es ihnen gleich von den Bergen des Himalaja bis in die Metropole eurer Länder.

    Tretet der Hetze entgegen – bekämpft die Diffamierung und Kriminalisierung der Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf!

    Protestiert – Dr. Rafaat wendet sich zum Beispiel an die Weltgesundheitsorganisation, das Rote Kreuz etc. Bekräftigt das durch eure Protestnote!

    Sammelt Geld – wir sammeln für die Akuthilfe und gleichzeitig bereits für den Wiederaufbau des Gesundheitswesens. Vertraut auf die Massen, sammelt unter ihnen und verbindet das mit Bewusstseinsbildung!

    Schickt Videos – kurze (1 Minute) Solidaritätsvideos aus den unterschiedlichsten Kreisen der Bevölkerung – Arbeiter, Jugendliche Professoren… – an die ICOR zur Veröffentlichung auf unserem Instagram Account!

    Breiteste Bündnisarbeit – bildet breite Bündnisse an euren Orten, in euren Ländern und kämpft gemeinsam: Free Palestine!

    Meldet euch – für unsere Brigaden des Wiederaufbaus – die Vorbereitung beginnt JETZT!

    Dokumentiert alles – schickt Fotos oder Videos von allen euren Aktivitäten!

    Kurzum: Lasst unseren Solidaritätspakt weltweit Wirklichkeit werden.

    Gaza soll leben!

    Al-Awda soll leben!

    Sofortige umfassende Hilfslieferungen!

    Sofortiger Waffenstillstand!

    Sofortige Einstellung aller militärischen, politischen, finanziellen und diplomatischen Unterstützung Israels durch die imperialistischen Länder!

    Monika Gärtner-Engel, Hauptkoordinatorin der ICOR und Co-Präsidentin der United Front

  • Esslingen: Spendensammlung für die Kampagne „Gaza soll leben“

    Esslingen: Spendensammlung für die Kampagne „Gaza soll leben“

    Am Nakba-Tag, 15.5.25, haben wir von Solidarität International e.V. (SI) Esslingen eine erfolgreiche Spendensammlung für die Kampagne „Gaza soll leben“ durchgeführt. Es war klasse: zwei junge Freunde, Yousef und Ismail, haben uns gleich unterstützt und mitgesammelt. Auch Sharaf war wieder dabei und er hat seinen Freund mitgebracht. So haben Deutsche, Palästinenser, Kurden und Syrer heute zusammengearbeitet.
    Sharaf hat uns im Anschluss großartige Falafel in Esslingen empfohlen, bei der Falafelerie war es sehr lecker. Auch hier wurden Spenden für Gaza gesammelt, toll! Gemeinsam kämpfen, arbeiten und essen! Insgesamt haben wir über 400 Euro in gut 1,5 Stunden gesammelt!

  • Schwäbisch Hall: Spendensammlung für den Wiederaufbau der Gesundheitsversorgung in Palästina

    Schwäbisch Hall: Spendensammlung für den Wiederaufbau der Gesundheitsversorgung in Palästina

    Aus Anlass des Nakba-Tags fand in Schwäbisch Hall am 17. Mai eine Mahnwache statt, um der Forderung „Schluss mit Völkermord und Vertreibung in Palästina!“ Nachdruck zu verleihen.
    Im Mittelpunkt stand die Spendensammlung für den Wiederaufbau der Gesundheitsversorgung in Palästina. In vielfältigen Gesprächen berichteten wir, dass Solidarität International e.V. (SI) das Spendenkonto organisiert für den Solidaritätspakt zwischen ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Organisationen und Parteien) und Al Awda Health Communitiy Association. Dass jeder Cent ankommt, war den meisten bereits bekannt, dennoch vermittelten es die fleißigen Sammler, darunter auch neue Mitstreiter. Dies rückte einige Skeptiker und Freunde der israelischen Regierung in den Hintergrund. Manche Unterstützer der Solidarität mit Palästina können nicht mehr die Kraft aufbringen sich mit diesen auseinander zu setzen oder überhaupt noch zu den Mahnwachen zu erscheinen.
    Das Ergebnis der Sammlung für das Gesundheitswesen betrug 156,90 €. In der extra Spendendose für die Deckung der Kosten der Aktion befanden sich 45,90 €.

  • „Wieder einmal das Lager Jenin …“ Aktualisiert, 16. Mai 2025.

    „Wieder einmal das Lager Jenin …“ Aktualisiert, 16. Mai 2025.

    (SI Nürnberg) Aktueller Bericht vom Heute, 16. Mai 2025 von Marwan Wisahi

    Über die Al Jaleel Society im Flüchtlingslager Lager von Jenin.

    Ich hoffe, es geht Ihnen gut.
    Wir versuchen, trotz der harten und schwierigen Umstände, unter denen wir leben, gesund zu bleiben.

    Das Lager Jenin existiert nicht mehr. Alle seine fast 20.000 Bewohner wurden von der israelischen Besatzungsarmee zwangsumgesiedelt und sind seit 116 Tagen obdachlos.
    Die Häuser im Lager wurden ganz oder teilweise zerstört. Niemand darf das Lager betreten, und die Bewohner durften weder Kleidung noch Hab und Gut mitnehmen. Sie mussten sich ihrem Schicksal stellen.
    Das Zentrum der Al Jaleel Society wurde zerstört und ist nun weg. Wir beziehen ein neues Hauptquartier außerhalb des Lagers und versuchen, einige der notwendigen Geräte und Ausrüstungen für die Arbeit wieder bereitzustellen. Wir ergreifen die Initiative und richten eine mobile Klinik ein, um diejenigen, die Rehabilitationsleistungen benötigen, in ihren neuen, provisorischen Unterkünften an verschiedenen Orten im Gouvernement Jenin zu erreichen.

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    19. April 2025 von Marwan Wisahi :

    Die Al Jaleel Society nimmt ihre Dienste in einem provisorischen Gebäude wieder auf.

    Drei Monate lang war das Lager Jenin der brutalsten und unmenschlichsten Sicherheits- und Militärkampagne der israelischen Besatzungsarmee ausgesetzt. Diese Kampagne hat die gesamte 17.000-köpfige Bevölkerung vertrieben und sie obdachlos gemacht sowie jeglichen Zugang zu Bildungs-, Gesundheits- und Sozialleistungen verwehrt.

    Das Lager ist aufgrund der Zerstörung und Verbrennung der meisten Häuser sowie der erheblichen Schäden an der Infrastruktur, einschließlich Straßen, Wasser-, Strom- und Abwassernetzen, unbewohnbar geworden.

    Die israelische Besatzungsarmee hat ihre dauerhafte Präsenz im Lager angekündigt, nachdem sie mehrere Häuser in Militärkasernen umgewandelt hat. Auch die Gebäude von Dienstleistungseinrichtungen und Vereinen blieben von dieser Aggression nicht verschont und wurden ganz oder teilweise zerstört.

    Dazu gehörte auch die Al-Jaleel Society für die Pflege und Rehabilitation von Behinderten. Die Gesellschaft wurde mehrfach überfallen, wobei ihre Ausrüstung, Büromöbel und Hilfsmittel für Behinderte zerstört wurden.

    Die Produktionsstätte für Prothesen und medizinische Schienen, die Abteilung für psychologische Betreuung und die neu eingerichtete Hör- und Sprachtherapie wurden ebenfalls zerstört.

    Ein Lager und eine Lagereinrichtung für Hilfsmittel (errichtet mit Unterstützung der AFPS 44 (Association France-Palestine Solidarité 44) Organisation und Behinderung) wurden ebenfalls zerstört. Hinzu kam die Einstellung der grundlegenden Rehabilitationsleistungen des Vereins, insbesondere der Produktionsstätte für Prothesen, die für die Versorgung der zahlreichen Verletzten und Behinderten unerlässlich ist.

    Der Verein war zudem gezwungen, aufgrund fehlender Ressourcen und fehlender Mittel zur Deckung der Gehälter zahlreiche Mitarbeiter und Fachkräfte zu entlassen. Der große Bedarf, der sich aus der anhaltenden Aggression, der zunehmenden Gewalt und der daraus resultierenden steigenden Zahl von Verletzten, Behinderten sowie psychischen und sozialen Störungen ergibt, zwingt den Verein, seiner Verantwortung gerecht zu werden und nach Alternativen und Lösungen zu suchen, die es ihm ermöglichen, weiterhin grundlegende Dienstleistungen auf einem Mindestniveau anzubieten.

    Zu diesem Zweck mietete der Verein ein provisorisches Gebäude außerhalb des Lagers an. Der Verein arbeitet nun daran, allen Bewohnern des Gouvernements Jenin, insbesondere den Vertriebenen aus dem Lager Jenin, die in Notunterkünften leben, grundlegende Dienstleistungen bereitzustellen. Der Verein benötigt hierfür Unterstützung, unter anderem durch die Anstellung von Fachkräften und die Anschaffung neuer Vorräte und Ausrüstung, um die durch die Besatzung zerstörten Vorräte und Ausrüstungsgegenstände zu ersetzen.

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    Nach ein paar Wochen fand Marwan heute Zeit, mir zu schreiben. …

    Israelische Besatzungstruppen haben das Behindertenzentrum unserer Al-Jaleel Rehabilitationsgesellschaft im Lager Dschenin mehr als einmal gestürmt, und es ist seit drei Monaten außer Betrieb.
    Die Soldaten verbreiten ständig Videos, die ihre Missachtung grundlegender menschlicher Bedürfnisse und ihre Verachtung der Wahrnehmung durch die Welt zeigen.
    Hier sind sie in unserem Zentrum.

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    Lager Jenin und das unbekannte Schicksal

    Die Menschen im Lager Jenin sind sehr enttäuscht, verzweifelt und frustriert von ihren Freunden und Verwandten, weil sie verraten und der Brutalität der zionistischen Besatzungstruppen ausgeliefert wurden … Was die Menschen im Lager erleben, übersteigt jede Vorstellungskraft. Eine permanente und anhaltende Belagerung seit mehr als 70 Tagen, davon 45 Tage durch das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde, und noch schlimmer ist das, was jetzt seit 25 Tagen durch die zionistische Besatzungsarmee geschieht.

    Bisher wurden Dutzende von Märtyrern, Verletzten und Häftlingen getötet, mehr als 450 Häuser vollständig zerstört und die Infrastruktur der Straßen, Wasser-, Strom- und Abwassernetze zerstört. Der Bildungsdienst in Schulen, die Gesundheits- und medizinische Versorgung wurde eingestellt, 14.000 Bürger wurden vertrieben und gezwungen, ihre Häuser zu verlassen und leben jetzt unter harten und unmenschlichen Bedingungen. Die Institutionen im Lager haben ihre Arbeit eingestellt, es gibt keine sozialen oder Rehabilitationsdienste oder psychologische Unterstützung für Kinder. Alle haben das Lager Jenin verlassen und es seinem schmerzhaften Schicksal überlassen.

    Die Bilder aus dem Lager sind sehr erschreckend und es besteht die Befürchtung, dass die Wahrheit über das, was im Lager geschieht, erst ans Licht kommt, wenn die Volkszählung abgeschlossen ist, die Militäroperationen eingestellt werden und die Bürger in ihre Häuser zurückkehren und feststellen, dass sie nirgendwo zu finden sind.

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    Bericht vom 2. Februar 2025 von Marwan Wisahi :

    Diese Explosion der israelischen Aggression auf das Lager Jenin dauert nun schon seit 13 Tagen an.

    Heute hat die israelische Besatzungsarmee ein schweres Verbrechen begangen, indem sie auf einen Schlag 100 Häuser in die Luft sprengte. Diese Explosion war im gesamten Gouvernement Jenin zu hören. Damit hat die Zahl der zerstörten und niedergebrannten Häuser etwa 200 erreicht, während mehr als 10.000 Bürger aus ihren Häusern vertrieben wurden. Heute wurden 25 Bürger getötet und mehr als 65 verletzt.

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    An 29. Januar schrieb Marwan:

    Dringend: Der Verteidigungsminister des Besatzungsgebiets, Yisrael Katz, im Flüchtlingslager Dschenin:

    • Wir haben dem palästinensischen Terrorismus in Judäa und Samaria den Krieg erklärt. Die Operation „Eiserne Mauer“ zielt darauf ab, die terroristische Infrastruktur zu zerstören, die in den palästinensischen Flüchtlingslagern mit iranischer Finanzierung und Bewaffnung aufgebaut wurde.
    • Das Lager Jenin wird nicht wieder so sein wie vorher – nach Abschluss der Operation wird die Armee im Lager bleiben, um sicherzustellen, dass der Terrorismus nicht zurückkehrt.
    • Er fügte hinzu: „Ich sende von hier aus eine klare Botschaft an die Palästinensische Autonomiebehörde: Hören Sie auf, den Terrorismus zu finanzieren und Israelis zu töten, und beginnen Sie, den Terrorismus ernsthaft zu bekämpfen. Wer die Familien der Angreifer finanziert und ihre Kinder dazu erzieht, Israel zu zerstören, setzt seine Existenz aufs Spiel.“

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    Am Samstag, den 25. Januar, fuhr Marwan fort …


    Trotz des großen Schmerzes und der Trauer aufgrund der anhaltenden israelischen Aggression in Jenin seit mehr als 18 Monaten müssen wir hier und alle Palästinenser die Freilassung einiger palästinensischer Gefangener feiern, insbesondere derjenigen mit langen Haftstrafen.
    Gleichzeitig herrscht bei den Menschen im Lager Jenin große Trauer über die Verschiebung der Freilassung des Gefangenen Zakaria al-Zubaidi, nachdem bekannt gegeben wurde, dass er zu den heute freigelassenen Gefangenen gehören soll.
    Es ist bemerkenswert, dass Zakaria einer der bekanntesten Widerstandskämpfer im Lager Jenin ist, wo sein Sohn Muhammad vor Monaten den Märtyrertod starb, ebenso wie drei seiner Brüder, seine Mutter und zwei seiner Cousins. Er war einer der Gefangenen, die durch den geheimen „Freedom Tunnel“ aus dem israelischen Gilboa-Gefängnis entkamen, aber er wurde gefunden und eine Woche nach seiner Flucht wieder ins Gefängnis zurückgebracht.

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    Vom Marwan Wisahi – Mittwoch, 22. Januar 2025

    Die Situation im Lager Jenin ist sehr hart und schwierig und verspricht katastrophale Folgen. Gestern begann die israelische Besatzungsarmee eine große Militäroperation im Lager Jenin, und bis heute, Mittwoch, wurden neun Bürger getötet und 43 verletzt. Dies deutet auf ihre militärischen Absichten und Ziele hin.

    Wasser- und Stromausfälle kommen willkürlich und oft vor, sodass wir nie wissen, wann und für wie lange.

    Diese Militärkampagne erfolgt nach 45 Tagen Belagerung und Militäroperation der Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde mit dem Ziel, Recht und Ordnung durchzusetzen und einige gesuchte junge Männer festzunehmen, wie die Palästinensische Autonomiebehörde behauptet. Neun unschuldige Bürger wurden getötet, mehrere andere verletzt und Dutzende festgenommen.

    Die PA tut dies alles, um die Israelis davon zu überzeugen, ihnen ihre Macht zu überlassen.

    Vor einer Woche bombardierten israelische Drohnen Wohnviertel innerhalb des Lagers und töteten 12 Bürger.

     Die Al Jaleel Society wurde mehr als einmal gestürmt, was großen Schaden verusachte und sie zur Schließung zwang, wenn auch nur vorübergehend. Dies setzt uns angesichts der Einstellung unserer Dienste für 50 Tage unter großen Druck. Aufgrund der wiederholten Angriffe auf die Al Jaleel Society haben wir seit Juli 2023 keine Luft mehr bekommen.

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